Alle Beträge auf dieser Seite verstehen sich als Bruttopreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Günstig ist eine Zahl mit einem Zeitraum daneben
Ein Angebot über 11.000 Euro ist günstiger als eines über 17.000 Euro. Das stimmt am Tag der Unterschrift. Ob es in fünf Jahren noch stimmt, entscheidet sich an drei Stellen, die man auf dem Papier nicht sieht: an der Abdichtung, an der Elektrik und daran, ob es den Betrieb dann noch gibt.
Deshalb steht hier keine Empfehlung, sondern eine Rechnung. Zuerst die Posten, die ein zu billig gebautes Bad später aufmacht, danach die fünf Wege, auf denen sich wirklich sparen lässt. Die Preisspannen für die üblichen Umfänge stehen unter Badsanierung Kosten, hier geht es um die Differenz dazwischen.
Die Nachbesserung im dritten Jahr
Zwei Posten holen ein zu billig gebautes Bad besonders oft ein. Beide lassen sich beziffern, und beide tauchen erst auf, wenn die Rechnung längst bezahlt ist.
Der erste sind Fliesen, die sich im Duschbereich lösen, weil darunter keine Abdichtung liegt oder die Abdichtung nicht bis über die Spritzwasserzone geführt wurde. Repariert wird das nicht mit einer Tube Kleber. Der Duschbereich wird zurückgebaut, neu abgedichtet und neu belegt, und das sind drei bis fünf Arbeitstage und 1.500 bis 3.500 Euro. Die neue Fliese trifft die alte Charge dabei selten genau.
Der zweite Fall ist eine Unterputzarmatur ohne Ersatzteilversorgung. Nach fünf Jahren gibt es die Kartusche nicht mehr, und der Grundkörper sitzt hinter der Fliese in der Wand. Für ein Bauteil, das im Einkauf 120 Euro gekostet hat, öffnen wir die Wand, setzen einen neuen Grundkörper und schließen die Fläche wieder: 800 bis 2.000 Euro.
Keiner der beiden Fälle ist eine Katastrophe. Sie fressen nur zusammen die Summe wieder auf, die das billigere Angebot vorne eingespart hatte, und die Wohnung ist ein zweites Mal Baustelle.
Was ein Wasserschaden unter der Dusche wirklich kostet
Der teure Fall ist ein anderer. Wasser, das über Monate durch eine schadhafte Fuge in den Estrich läuft, bemerkt niemand im Bad. Bemerkt wird es an der Decke der Wohnung darunter.
| Was dann anfällt | Größenordnung in Berlin |
|---|---|
| Leckortung und Feuchtemessung | 300 bis 800 Euro |
| Rückbau von Fliesen, Estrich und Dämmung | 1.500 bis 3.000 Euro |
| Technische Trocknung über 3 bis 6 Wochen | 1.500 bis 4.000 Euro |
| Bodenaufbau, Abdichtung und Fliesen neu | 4.000 bis 9.000 Euro |
| Decke und Malerarbeiten in der Wohnung darunter | 1.000 bis 3.000 Euro |
| Selbstbeteiligung, falls die Versicherung eintritt | 500 bis 1.000 Euro |
Unter dem Strich stehen 8.000 bis 20.000 Euro und sechs bis zehn Wochen, in denen im Bad Geräte laufen, die man im ganzen Haus hört. Den Strom für die Trockner zahlen Sie selbst, bei vier Wochen Dauerbetrieb grob 150 bis 300 Euro. Das sind übliche Größenordnungen zur Orientierung und keine Angebote.
Dazu kommt der Punkt, den die meisten erst im Schadensfall lesen. Versichert ist Leitungswasser, das bestimmungswidrig aus einem Rohr austritt. Wasser aus der Brause, das an einer fehlenden Abdichtung vorbei in den Boden läuft, ist das nicht, und dafür zahlt die Gebäudeversicherung in aller Regel nicht. Der Hausrat des Nachbarn, sein Teppich und sein Schrank, läuft ohnehin über eine andere Police. Wie sich Haftung und Zuständigkeit im Mehrfamilienhaus verteilen, steht unter Bad in der Eigentumswohnung.
Fünf Jahre Gewährleistung, und wogegen sie sich richtet
Eine Badsanierung ist eine Arbeit an einem Bauwerk. Mängelansprüche verjähren deshalb nach § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB in fünf Jahren ab der Abnahme. Wird stattdessen die VOB/B vereinbart, sind es vier. Silikonfugen zählen nicht dazu, sie sind Verschleiß und halten etwa fünf Jahre.
Diese Frist ist gut, sie hat nur eine Voraussetzung: einen Vertragspartner, der in fünf Jahren noch erreichbar ist. Eine aufgelöste GmbH bessert nichts mehr nach, und gegen einen Betrieb ohne Sitz im Inland lässt sich ein Anspruch zwar formal geltend machen, aber praktisch selten durchsetzen. Zustellung, Sprache, Gerichtsstand und Vollstreckung kosten Zeit und Geld, meist mehr, als der Mangel wert ist.
Prüfen lässt sich das vor der Unterschrift in zehn Minuten: Ist der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen? Steht auf dem Angebot eine Registernummer, die sich im Handelsregister wiederfindet? Gibt es eine Betriebshaftpflicht, deren Nachweis man schicken kann? Sanitär- und Elektroarbeiten sind zulassungspflichtige Handwerke, seit 2020 gilt das auch wieder für das Fliesenlegerhandwerk.
Warum jede Stunde Eigenleistung 20 Prozent Ermäßigung löscht
Nach § 35a EStG ziehen Sie 20 Prozent der Lohnkosten direkt von der Einkommensteuer ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Begünstigt ist ausschließlich, was als Lohn auf einer Rechnung steht und unbar bezahlt wurde. Ihre eigene Arbeitszeit steht auf keiner Rechnung.
Die Rechnung dazu: Abbruch und Entsorgung eines Bades kalkuliert ein Betrieb mit grob 1.800 bis 2.500 Euro Lohnanteil. Machen Sie es selbst, sparen Sie diese Summe und verlieren gleichzeitig rund 400 Euro Steuerermäßigung. Bleiben etwa 1.600 Euro für 30 bis 50 Stunden Arbeit zu zweit, Container und Entsorgung noch nicht abgezogen.
Ehrlicherweise gehört ein Einwand dazu: Bei einem Komplettbad ist der Höchstbetrag von 1.200 Euro über den übrigen Lohnanteil längst ausgeschöpft, und dann ändert Ihre Eigenleistung an der Steuer nichts mehr. Bei kleineren Vorhaben unter etwa 6.000 Euro Lohnanteil ändert sie sehr wohl etwas.
Der teurere Punkt ist ein anderer. Wer selbst abdichtet, verliert den Anspruch auf alles, was darauf gebaut wird, denn kein Fliesenleger übernimmt die Gewährleistung für einen Untergrund, den er nicht hergestellt hat. Und Arbeiten am Netz darf ohnehin nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb anschließen. Was sich ohne Nebenwirkung selbst machen lässt, ist das Leerräumen des Raums und die Entsorgung des alten Spiegelschranks.
Woran Sie ein zu billig gerechnetes Angebot erkennen
Angebote für dasselbe Bad liegen selten auf derselben Höhe. Bei einem auffällig niedrigen lohnt der zweite Blick an fünf Stellen, an denen sich Weglassen am leichtesten versteckt.
- Abdichtung. Steht DIN 18534 im Text, samt der Wassereinwirkungsklasse für den Duschbereich? Wer die Norm nicht nennt, hat sie oft auch nicht eingerechnet.
- Entsorgung. Mit Menge und Containergröße? Ein Komplettbad hinterlässt anderthalb bis drei Tonnen Bauschutt. Container, Trägerdienst und Deponiegebühr stehen entweder im Angebot oder später auf einer Nachtragsrechnung.
- Objekte. Stehen Hersteller und Serie mit Namen da oder nur eine Summe? Ein knapp gerechnetes Objektbudget verschiebt die Kosten auf den Tag der Bemusterung.
- Bauzeit. Stehen Anfangs- und Endtermin mit Datum darin oder nur ein zeitnah?
- Zahlungsplan. Abschläge richten sich nach § 632a BGB nach dem Wert der erbrachten Leistung. Die halbe Summe vor dem ersten Arbeitstag ist kein Abschlag, sondern ein Kredit ohne Sicherheit.
Wer an allen fünf Stellen konkret wird, schreibt ein Angebot, das zunächst höher aussieht. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern darin, dass beim einen vorher aufgeschrieben steht, was der andere hinterher nachrechnet.
Sparen, das trägt: alles bleibt, wo es steht
Kein anderer Punkt im Angebot bewegt so viel Geld wie die Frage, ob WC, Waschtisch und Dusche an ihrem Platz bleiben. Bleiben sie, entfallen neue Trassen, es wird nicht gestemmt, und der Estrich bleibt zu. Jedes Objekt, das umzieht, macht in mehreren Gewerken Arbeit, und beim WC kommt das Gefälle zum Abwasserstrang dazu.
In Zahlen: Eine Badrenovierung mit liegenden Leitungen liegt bei 12.000 bis 20.000 Euro, ein Komplettbad bei 15.000 bis 25.000 Euro, ein Bad mit geändertem Grundriss bei 18.000 bis 30.000 Euro. Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegen mehrere tausend Euro für etwas, das man später nicht sieht.
Zwei Einschränkungen dazu. Erstens sehen wir beim Aufmaß nach, ob die Leitungen überhaupt liegen bleiben dürfen: Verzinkte Stahlrohre setzen von innen zu, und wenn sie dreißig Jahre alt sind, ist die gesparte Trasse nur geliehen. Wo die Renovierung endet und die Sanierung anfängt, steht unter Badrenovierung oder Badsanierung. Zweitens spart nur, wer in einem Zug baut. Wer die Arbeiten über fünf Jahre streckt, bezahlt Baustelleneinrichtung, Anfahrt und Staubschutz ein zweites Mal. Was sich gut zusammenlegen lässt, steht unter Bad modernisieren.
Eine Preisgruppe tiefer bei Fliesen und Armaturen
Beim Material entscheidet nicht der Hersteller über den Preis, sondern die Preisgruppe innerhalb des Sortiments. Das ist die Stelle, an der sich am unauffälligsten sparen lässt.
Fliesen. Ein gängiges Format wie 30 mal 60 Zentimeter kostet in der Verlegung 45 bis 75 Euro je Quadratmeter, ein Großformat 65 bis 95 Euro. Das Material liegt zwischen 15 und 120 Euro je Quadratmeter. Bei 25 Quadratmetern Fliesenfläche in einem Bad von fünf Quadratmetern summiert sich eine Differenz von 30 Euro je Quadratmeter auf 750 Euro, einmal beim Material und noch einmal in der Verlegung. Wer bei der Serie bleibt, die lagernd ist, spart zusätzlich Lieferzeit. Was welches Format im Raum bewirkt, steht unter Badfliesen.
Armaturen. Eine Waschtischarmatur aus der zweiten Preisgruppe eines Markenherstellers liegt bei 80 bis 250 Euro, dieselbe Funktion in der Designserie bei 400 bis 900 Euro. Ein Duschthermostat auf Putz kostet 150 bis 350 Euro, derselbe unter Putz mit Grundkörper 500 bis 1.200 Euro und dazu mehr Montagezeit. Sparen Sie an der Preisgruppe, nicht am Hersteller: Was zählt, ist die Ersatzteilversorgung in zehn Jahren, und genau die unterscheidet die zweite Preisgruppe einer Marke von der ersten Preisgruppe ohne Namen.
Aus dieser Rechnung heraus bleiben Abdichtung, Lüftung und Elektrik. Sie verschwinden hinter der Wand, machen zusammen einen kleinen Teil der Summe aus und bestimmen, wie lange alles hält, was darüber liegt.
Teilsanierung statt Komplettbad
Der größte Hebel ist der Umfang. Wanne raus und bodengleiche Dusche rein liegt bei 4.500 bis 9.000 Euro und drei bis fünf Arbeitstagen, und für viele Bäder ist genau das die Maßnahme, die im Alltag den Unterschied macht. Wie das abläuft, steht unter Dusche statt Wanne, die mittlere Stufe unter Badrenovierung.
Die Trennlinie verläuft an der Abdichtung. Solange zwei Maßnahmen nicht denselben Boden und dieselbe Wand öffnen, lassen sie sich getrennt machen. Sobald sie es doch tun, wird die Teilung teurer als der eine große Schritt, weil Abbruch, Abdichtung und Fliesenarbeit zweimal anfallen.
Ein zweiter Hebel liegt in der Reihenfolge der Entscheidungen. Was hinter der Wand liegt, wird zuerst festgelegt, das Sichtbare zuletzt. Wer sich vorher in eine Serie verliebt, plant den Grundriss danach und zahlt am Ende drauf: Bad planen.
Der Termin im Januar ist der günstigere
Von März bis Juni wollen die meisten gleichzeitig bauen. Im Januar und im Hochsommer ist mehr Luft im Kalender, und das gilt auch für die Lager der Lieferanten, wo die üblichen vier bis acht Wochen Lieferzeit für Objekte dann eher am unteren Rand liegen.
Einen Saisonrabatt geben wir nicht, und wer Ihnen einen verspricht, hat den Preis vorher anders gerechnet. Was Sie außerhalb der Saison gewinnen, ist ein früherer Termin, ein Zeitplan mit weniger Verschiebungen und eine Baustelle, auf der niemand zwischen drei Bädern pendelt. In Geld ist das wenig, in Nerven ziemlich viel. Wie sich die Wochen verteilen, steht im Zeitplan.
Wofür wir nicht der richtige Betrieb sind
Wer allein das billigste Angebot in Berlin sucht, findet es woanders. Wir arbeiten mit eigenen Leuten für Sanitär, Fliesen, Elektro, Trockenbau und Maler und zum Festpreis, und das ist nicht die günstigste Aufstellung, dafür die planbarste.
Halbfertige Baustellen anderer Betriebe übernehmen wir nicht, und Objekte, die Sie selbst im Internet gekauft haben, bauen wir nicht ein. Für beides können wir nicht geradestehen. Einzelne Fliesen zu ersetzen oder eine Duschecke nachzudichten, damit sie noch zwei Jahre hält, übernehmen wir ebenfalls nicht, weil sich der Aufwand für Sie nicht lohnt.
Und wenn Ihr Bad noch fünf Jahre kann, sagen wir Ihnen das beim Aufmaß, statt Ihnen ein Angebot zu schreiben.
So kommen Sie zu Ihrer Zahl
Die Wolfermann GmbH ist ein Meisterbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung im Badbau, sitzt in Kleinmachnow und gehört zur WRS Gruppe. Erreichbar sind wir montags bis freitags von 7 bis 16:30 Uhr unter 030 220 569 70.
Das Aufmaß kostet Sie nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Es findet vor Ort in Ihrer Wohnung oder per Videocall statt, je nachdem, was bei Ihrem Vorhaben schneller zum Ziel führt. Danach haben Sie einen Festpreis mit Einzelpositionen und können vergleichen, so lange Sie möchten. Was von der Summe wieder zurückkommt, steht unter Förderung, und wie so eine Baustelle abläuft, unter Badsanierung Ablauf.
