Treppenhaus, Hof und ein Platz zum Halten
Zwischen Ihrem Anruf und dem ersten Bautag steht die Organisation vor der Wohnungstür. In Prenzlauer Berg heißt das vor allem, Wege zu planen, Zeiten anzukündigen und Platz zu sichern.
Zuerst der Weg in die Wohnung: Die Vorderhäuser haben hier vier bis fünf Etagen, und die Treppenhäuser sind oft aufwendig hergerichtet, mit Läufer, Stuck und lackiertem Geländer. Alles, was auf dem Weg liegt, decken wir ab, bevor die erste Palette nach oben geht. Weil Kanten und Wendungen eng sind, liefern wir großes Material in Teilen an und setzen es oben zusammen. Dieses Tragen ist im Preis enthalten.
Dann der Hof, der selten leer ist: Fahrradständer, Mülltonnen, manchmal ein Spielgerät oder die Freifläche einer Kita im Erdgeschoss. Wo Big Bags oder ein kleiner Container stehen dürfen, sprechen wir vorher mit der Verwaltung ab. Reicht der Hof nicht aus, stellen wir an der Straße auf und holen die Erlaubnis dafür rechtzeitig ein.
Auch das Parken ist ein Thema, denn die Gegend ist bewirtschaftet und morgens ist wenig frei. Für die Anlieferung von Wanne, Platten und Objekten richten wir bei Bedarf eine Halteverbotszone ein, damit das Material nicht zweihundert Meter weit getragen werden muss.
Und schließlich die Nachbarn: In vielen Häusern wird tagsüber gearbeitet, es sind Kinder da, und hinter dünnen Türen laufen Videokonferenzen. Lärmintensive Arbeiten legen wir deshalb in den Vormittag. Muss der Steigstrang abgestellt werden, geschieht das in einem angekündigten Zeitfenster von wenigen Stunden, mit einem Aushang im Hausflur, auf dem ein Ansprechpartner mit Namen steht. Die Verwaltung erfährt vorher, was geplant ist, und nicht hinterher.