Ein innenliegendes Bad ist selten ein Planungsfehler. In Berliner Altbauten ist es meistens später entstanden, aus einer Kammer neben der Küche, weil dort schon die Leitungen lagen; in den Bauten der Nachkriegsjahre war es von vornherein so vorgesehen. Als Raum hat es durchaus seine Vorzüge, denn es ist warm, ruhig und niemand kann hineinsehen. Allein die feuchte Luft nach dem Duschen braucht hier einen eigenen Weg nach draußen. Dafür sorgt ein Lüfter mit 10 bis 20 Minuten Nachlauf; im vorhandenen Schacht kostet der Einbau ab 250 Euro.
Verstärkt hat sich das, seit die bodengleiche Dusche die Wanne ablöst, denn das Wasser verteilt sich auf mehr Fläche und verdunstet entsprechend schneller.
Ein einziger Duschgang bringt etwa einen Liter Wasser als Dampf in die Raumluft. Bei 20 Grad und 60 Prozent relativer Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei rund 12 Grad, und jede Fläche, die kälter ist, wird feucht: die Rückseite des Unterschranks, die Silikonfugen, die Ecken hinter der Tür. Entscheidend ist deshalb, wie schnell diese Feuchtigkeit den Raum wieder verlässt, und genau dafür ist eine richtig ausgelegte Abluftanlage da.

