Eine Walk-in-Lösung kommt ohne Scharnier, Dichtlippe und Laufschiene aus: kein Bauteil,
das verkanten oder mit den Jahren hart werden kann, und eine einzige Fläche zum Putzen.
Voraussetzung ist Platz, denn ohne Tür muss die Fläche in Laufrichtung des Wassers
länger sein.
Unterschätzt wird dabei der Weg des Wassers. Über die offene Kante tritt selten der
Strahl selbst aus, sondern das Wasser, das am Körper abläuft und von der Fliese
zurückspritzt. Auf einer glatten Oberfläche kommt dieser Rückspritzer 40 bis 60
Zentimeter weit. Entscheidend ist deshalb nicht die Breite der Scheibe, sondern die
Stelle, an der die Armatur sitzt. Sie gehört an die Wand hinter dem Glas, und der Rest
der Fläche liegt als Puffer zwischen Ihrem Standplatz und der offenen Kante.
Wird das knapp, hilft ein bewegliches Element am Ende der festen Scheibe, 25 bis 40
Zentimeter breit, das sich zum Putzen nach innen klappen lässt. Es rettet Grundrisse, in
denen sonst eine Tür nötig wäre.
Ein Argument dagegen bleibt: Der Dampf verteilt sich im ganzen Raum, und in einem
Altbaubad von vier Quadratmetern hängen die Handtücher danach feucht an der Wand. Eine
arbeitende Abluft gehört dort zur Entscheidung dazu, siehe
Lüftung im Bad.