Bei einer bodengleichen Dusche wird zuerst über die Größe gesprochen, dabei fällt die Entscheidung eine Ebene tiefer. Unter der fertigen Fliese müssen Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Estrich übereinander Platz finden, und was dort nicht hineingeht, lässt sich durch keine Planung ausgleichen. Ein Wandablauf verschiebt diese Grenze, weil sein Geruchsverschluss in der Vorwand sitzt: Dann genügen 70 bis 100 Millimeter.
Zwei Begriffe werden dabei regelmäßig verwechselt, und daraus entsteht der meiste Ärger. Die Einbauhöhe ist der Ablaufkörper allein, so wie er im Katalog steht, ohne Gefälle, Abdichtung, Estrich und Fliese. Die Aufbauhöhe ist der Abstand von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese, also alles zusammen. Über die Machbarkeit entscheidet die Aufbauhöhe, und sie ist zugleich die einzige Zahl, die Sie selbst nachmessen können. Jede Angabe auf dieser Seite sagt deshalb dazu, welche von beiden gemeint ist.
Im Berliner Altbau liegen zwischen Rohdecke und fertiger Fliese häufig 12 bis 16 Zentimeter, in Bauten der Fünfziger- bis Siebzigerjahre oft nur 8 bis 10. Ein erster Anhaltspunkt ist die Türschwelle zum Flur, sicher ist die Zahl aber erst, wenn der alte Belag herunter ist.


