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Bodengleiche Dusche: Aufbauhöhe und Bodenaufbau

Ob eine Dusche wirklich bodengleich wird, entscheidet sich nicht an der Fläche, sondern an den Zentimetern unter der Fliese. Dort müssen Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Estrich übereinander Platz finden. Auf dieser Seite steht, wie viel Höhe die einzelnen Ablaufsysteme brauchen, wie stark das Gefälle sein muss, was die Abdichtung verlangt und was im Altbau über einer Holzbalkendecke geht. Wie groß die Duschfläche selbst wird und welche Kabine darauf passt, steht unter Duschtasse Maße.

4,9 von 5 Sternen bei Google

Die Aufbauhöhe entscheidet, nicht die Fläche

Bei einer bodengleichen Dusche wird zuerst über die Größe gesprochen, dabei fällt die Entscheidung eine Ebene tiefer. Unter der fertigen Fliese müssen Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Estrich übereinander Platz finden, und was dort nicht hineingeht, lässt sich durch keine Planung ausgleichen.

Zwei Begriffe werden dabei regelmäßig verwechselt, und daraus entsteht der meiste Ärger. Die Einbauhöhe ist der Ablaufkörper allein, so wie er im Katalog steht, ohne Gefälle, Abdichtung, Estrich und Fliese. Die Aufbauhöhe ist der Abstand von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese, also alles zusammen. Über die Machbarkeit entscheidet die Aufbauhöhe, und sie ist zugleich die einzige Zahl, die Sie selbst nachmessen können. Jede Angabe auf dieser Seite sagt deshalb dazu, welche von beiden gemeint ist.

Im Berliner Altbau liegen zwischen Rohdecke und fertiger Fliese häufig 12 bis 16 Zentimeter, in Bauten der Fünfziger- bis Siebzigerjahre oft nur 8 bis 10. Ein erster Anhaltspunkt ist die Türschwelle zum Flur, sicher ist die Zahl aber erst, wenn der alte Belag herunter ist.

Was die einzelnen Ablaufsysteme brauchen

In der linken Zahlenspalte steht der Ablaufkörper für sich, in der rechten der ganze Aufbau von der Rohdecke bis zur Oberkante der Fliese. Verglichen wird mit dem, was Ihr Boden hergibt, immer die rechte.

Ablaufsystem Einbauhöhe des Ablaufkörpers Aufbauhöhe Rohdecke bis Fliese Wofür
Punktablauf, Standard, waagerechter Abgang DN 50 90 bis 110 mm 120 bis 150 mm der Normalfall bei Sanierungen
Flacher oder extraflacher Punktablauf 65 bis 90 mm 95 bis 120 mm Altbau mit knapper Höhe
Duschrinne im Boden, Standard 90 bis 120 mm 120 bis 150 mm große Fliesenformate
Flache Duschrinne 65 bis 90 mm 95 bis 120 mm Rinne, wo die Höhe fehlt
Wandablauf oder Wandablaufrinne rund 70 mm, sitzt in der Vorwand 70 bis 100 mm wenn es unten eng wird
Extraflache Duschfläche, aufgesetzt entfällt kein Bodenaufbau, 25 bis 35 mm Einstieg wenn gar nichts mehr geht

Ein Punktablauf mit senkrechtem Abgang, der nach unten in die Decke geht, kommt in der Sanierung praktisch nicht vor. Er setzt voraus, dass unter dem Bad Platz für das Rohr ist und die Decke geöffnet werden darf, und das ist eine Frage für den Tragwerksplaner.

Eine Zahl fehlt in jedem Prospekt, und sie kippt die Planung am häufigsten: die Strecke bis zum Fallrohr. Das Abwasserrohr fällt mit 1 bis 2 Zentimetern je Meter. Liegt der Anschluss drei Meter entfernt, fehlen am Ablauf bis zu 6 Zentimeter Höhe, die der Boden zusätzlich hergeben muss. Deshalb landet die Dusche in der Sanierung meistens dort, wo vorher die Wanne stand.

Das Gefälle: 1,5 bis 2 Prozent

Die Fläche muss zum Ablauf hin fallen, und zwar mit 1,5 bis 2 Prozent, also 1,5 bis 2 Zentimetern je Meter. Darunter bleiben Pfützen stehen. Deutlich darüber merken Sie die Neigung unter den Füßen, ein Duschhocker steht nicht mehr sicher, und das Wasser schießt über die Kante hinaus.

Praktisch heißt das: Bei einer Fläche von 100 mal 100 Zentimetern mit mittigem Punktablauf beträgt der Weg vom Rand zum Ablauf 50 Zentimeter, das Gefälle also rund 1 Zentimeter. Bei einer 120 Zentimeter tiefen Fläche mit Rinne an der Wand werden daraus 1,8 bis 2,4 Zentimeter über die ganze Tiefe. Diese Zentimeter stecken in der Aufbauhöhe aus der Tabelle; fehlen sie, steht die Duschfläche am Rand höher als der übrige Boden, und die Schwelle, die Sie vermeiden wollten, ist wieder da.

Die Glasabtrennung steht am besten neben der Gefällekante und nicht auf ihr, sonst steht die Scheibe schief in der Flucht.

Wie groß die Fläche wird

Die Größe der Duschfläche ist die zweite Entscheidung und die leichtere, weil sie sich am Grundriss ablesen lässt und nicht am Boden. 80 mal 80 Zentimeter sind die Untergrenze, ab 90 mal 90 wird es alltagstauglich, und 120 mal 120 ist nach DIN 18040-2 die stufenlose Bewegungsfläche. In der Nische einer alten 170er Wanne entstehen meist 160 mal 75 oder, mit einem Stück Vorwand, 120 mal 90 Zentimeter.

Welches Maß zu Ihrem Grundriss passt, wie breit der Einstieg dann noch ausfällt und welche Kabine darauf steht, ist vollständig unter Duschtasse Maße beschrieben. Was daneben an Bewegungsfläche frei bleiben muss, steht unter kleines Bad und barrierefreies Bad.

Was der Ablauf schlucken muss

Eine normale Handbrause gibt 8 bis 12 Liter je Minute ab, eine große Kopfbrause 15 bis 25. Ein Bodenablauf in DN 50 muss nach DIN EN 1253 mindestens 0,8 Liter je Sekunde abführen, gemessen bei 20 Millimetern Stauhöhe; übliche Bauformen liegen bei 0,8 bis 0,9 Liter je Sekunde, also 48 bis 54 Liter je Minute. Das reicht, solange nicht beide Brausen gleichzeitig laufen.

Der Geruchsverschluss braucht üblicherweise 50 Millimeter Sperrwasser. Flachere Bauformen gibt es, sie setzen aber regelmäßige Nutzung voraus, weil das Wasser sonst verdunstet und der Geruch aus dem Rohr in den Raum steigt. Und das Haarsieb muss sich ohne Werkzeug herausnehmen lassen, sonst wird es nicht gereinigt.

Bodengleich im Altbau

Über einer Betondecke ist die Sache meist einfach: Entweder die Aufbauhöhe reicht, oder sie reicht nicht. In die Decke hinein gearbeitet wird nur, wenn Statik und Bewehrung das hergeben, und das ist eine Frage für den Tragwerksplaner, nicht für die Baustelle.

Über einer Holzbalkendecke liegt der Fall anders, und in Berliner Altbauten ist das der Regelfall. Ein schwimmender Zementestrich scheidet meist aus, und zwar nicht wegen der Höhe allein: Nach DIN 18560-2 braucht er rund 45 Millimeter über der Dämmung und wiegt damit etwa 90 Kilogramm je Quadratmeter, Fliesen und Kleber kommen mit gut 25 hinzu. Diese Last liegt dauerhaft auf der Decke. Sie zählt zur ständigen Last und kommt zu allem hinzu, was die Decke ohnehin trägt; mit der Nutzlast, die für Menschen und Einrichtung reserviert ist, lässt sie sich nicht verrechnen. Ob eine alte Balkenlage diese Zusatzlast aufnimmt, entscheidet der Statiker und niemand sonst.

Wir bauen dort trocken auf: ein Duschelement aus Hartschaum, Trockenestrichplatten daneben, ein Wandablauf und ein Abwasserrohr zwischen den Balken. Durch einen Balken geht es nicht, angeschnitten wird er nur mit Freigabe eines Statikers. Weil eine Holzbalkendecke arbeitet, gehören eine steife Fläche und eine Entkopplung unter die Fliesen, sonst reißen die Fugen. Mehr dazu unter Bad im Altbau.

Die Abdichtung darunter

Ohne Verbundabdichtung nach DIN 18534 ist eine bodengleiche Dusche keine, sondern ein Schaden mit Verzögerung. Abgedichtet werden die Bodenfläche, die Wandanschlüsse bis mindestens 20 Zentimeter über die höchste Entnahmestelle sowie jede Ecke, Kehle und Rohrdurchführung mit Dichtband und Manschette. Der Nachweis gehört in Ihre Unterlagen, siehe Gewährleistung.

Was sich später nicht mehr korrigieren lässt

Drei Dinge fallen auf dieser Baustelle endgültig, und alle drei liegen unter der Fliese.

Das erste ist die Reihenfolge. Wer die Duschfläche zeichnet, bevor die Aufbauhöhe feststeht, plant an einer Unbekannten entlang; erst kommt die Zahl aus dem Boden, dann die Skizze. Das zweite ist das Gefälle: Bei 3 Prozent steht ein Hocker schief, und das Wasser läuft über die Kante in den Raum, statt in den Ablauf zu fließen. Nachträglich ändern lässt sich daran nichts, ohne den Estrich wieder aufzunehmen.

Das dritte betrifft die Glaswand. Steht sie auf der Gefällekante, ist sie nicht im Lot, und unten bleibt eine Fuge, die nie ganz dicht wirkt, egal wie sauber sie verfugt wird. Die Scheibe gehört deshalb neben die Kante, und das muss beim Aufmaß feststehen, weil Glas auf Maß gefertigt wird.

Wir messen die Höhe bei Ihnen nach

Die Wolfermann GmbH ist ein Meisterbetrieb für Badbau mit über 40 Jahren Erfahrung und arbeitet im gesamten Berliner Stadtgebiet und im südwestlichen Umland. Abbruch, Installation, Abdichtung und Fliesenarbeit liegen bei uns in einer Hand, und das zählt bei einer bodengleichen Dusche mehr als anderswo: Die Abdichtung ist genau die Stelle, an der getrennt beauftragte Gewerke sich im Schadensfall gegenseitig die Verantwortung zuschieben.

Beim Aufmaß messen wir über Türschwelle und Anschlusshöhen zurück, wo es geht auch am geöffneten Belag, und die Entfernung zum Fallrohr messen wir mit. Danach steht fest, welches Ablaufsystem in Ihr Bad geht und ob es ganz bodengleich wird oder mit einer aufgesetzten extraflachen Duschfläche. Für diese Auskunft berechnen wir nichts, und eine Verpflichtung entsteht daraus auch nicht; das Anfrageformular auf dieser Seite genügt. Wie der Tausch von der Wanne zur Dusche abläuft, lesen Sie unter Dusche statt Wanne.

Häufige Fragen

Wie viel Aufbauhöhe braucht eine bodengleiche Dusche?

Aufbauhöhe heißt der Abstand von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese, und das ist die Zahl, die über die Machbarkeit entscheidet. Ein Punktablauf mit waagerechtem Abgang in DN 50 braucht davon 120 bis 150 Millimeter, ein extraflacher Punktablauf oder eine flache Rinne 95 bis 120, ein Wandablauf 70 bis 100, weil der Geruchsverschluss in der Vorwand sitzt. Der Ablaufkörper allein ist jeweils niedriger, seine Einbauhöhe liegt beim Standardpunktablauf bei 90 bis 110 Millimetern und bei den flachen Bauformen bei 65 bis 90. Dazu kommt immer die Strecke bis zum Fallrohr: Das Abwasserrohr fällt mit 1 bis 2 Zentimetern je Meter, bei drei Metern fehlen am anderen Ende also bis zu 6 Zentimeter.

Wie viel Gefälle braucht eine bodengleiche Dusche?

1,5 bis 2 Prozent, also 1,5 bis 2 Zentimeter je Meter. Bei einem mittig gesetzten Punktablauf in einer Fläche von 100 mal 100 Zentimetern sind das rund 1 Zentimeter vom Rand bis zum Ablauf. Liegt eine Rinne an der Wand und die Fläche ist 120 Zentimeter tief, werden daraus 1,8 bis 2,4 Zentimeter. Weniger als 1,5 Prozent lässt Pfützen stehen, mehr als 2,5 Prozent merken Sie unter den Füßen, und ein Duschhocker steht dann nicht mehr sicher.

Wie messe ich nach, ob die Höhe in meinem Bad reicht?

Ein erster Anhaltspunkt ist die Türschwelle zum Flur, denn der Unterschied zwischen fertigem Badboden und Rohdecke steckt in dem Aufbau, der beim Abbruch herauskommt. Messen Sie zusätzlich, wie hoch der vorhandene Wannen- oder Duschablauf über dem Boden sitzt und wie weit es bis zum Fallrohr ist, denn 1 bis 2 Zentimeter Gefälle je Meter gehen von der verfügbaren Höhe ab. Im Berliner Altbau liegen zwischen Rohdecke und fertiger Fliese häufig 12 bis 16 Zentimeter, in Bauten der Fünfziger- bis Siebzigerjahre oft nur 8 bis 10. Sicher ist die Zahl aber erst, wenn der alte Belag herunter ist.

Geht eine bodengleiche Dusche auf einer Holzbalkendecke?

Oft ja, aber nicht mit einem schwimmenden Zementestrich. Der braucht nach DIN 18560-2 rund 45 Millimeter über der Dämmung und wiegt damit etwa 90 Kilogramm je Quadratmeter, Fliesen und Kleber kommen mit gut 25 hinzu. Das ist eine ständige Last, die dauerhaft auf der Decke liegt und zu allem hinzukommt, was sie ohnehin trägt; aus der Nutzlast, die für Menschen und Einrichtung vorgesehen ist, lässt sie sich nicht bestreiten. Ob eine alte Holzbalkendecke diese Zusatzlast aufnimmt, sagt der Statiker. Wir bauen dort deshalb trocken auf, mit einem Duschelement aus Hartschaum, Trockenestrich und einem Wandablauf, und das Abwasserrohr läuft zwischen den Balken, nie durch sie hindurch.

Duschrinne oder Punktablauf: was ist besser?

Das entscheidet meist das Fliesenformat. Ein mittiger Punktablauf braucht vier Gefälleflächen, die zum Ablauf hin zusammenlaufen, und dafür müssen die Platten geschnitten oder verzogen werden. Ab etwa 30 mal 30 Zentimetern wird das aufwendig, weshalb dort häufig Mosaik liegt. Eine Rinne an der Wand erzeugt nur eine geneigte Fläche, dadurch lassen sich Formate bis 60 mal 120 Zentimeter durchlegen. An Material kostet die Rinne 200 bis 600 Euro mehr, an Aufbauhöhe verlangt sie dasselbe wie ein Punktablauf.

Was tun, wenn die Aufbauhöhe für eine bodengleiche Dusche nicht reicht?

Der erste Ausweg ist der Wandablauf: Weil der Geruchsverschluss in der Vorwand verschwindet, genügen von der Rohdecke bis zur Fliese 70 bis 100 Millimeter. Reicht auch das nicht, kommt eine extraflache Duschfläche aus Mineralwerkstoff auf den vorhandenen Boden. Sie verlangt gar keinen Bodenaufbau mehr, weil der Ablauf in ihr selbst liegt, und übrig bleibt nur ein Einstieg von 25 bis 35 Millimetern. Die Vorderkante ist abgeschrägt, in Breite und Länge lässt sich die Platte zuschneiden, und knapp drei Zentimeter Einstieg sind ein Bruchteil eines Wannenrands von 60.

Bewertungen

Was Kundinnen und Kunden schreiben

Wir stehen seit über 40 Jahren im Dienst unserer Kunden. Ihre vollständige Zufriedenheit und anhaltende Wertschätzung für unsere Badrenovierungen ist unser höchster Maßstab für die eigene Leistung.

4,9★★★★★57 Google-Bewertungen
  • ★★★★★
    Ich bin eher kurzentschlossen – der Plan war es auch, aber Herr Wolfermann setzte diesen wunderbar in die Tat um.
    Stephanie H., vor 6 Jahren
  • ★★★★★
    Von der Planung bis zur Durchführung einer komplizierten Umbaumaßnahme hat alles einwandfrei geklappt. Herr Wolfermann ist immer freundlich und jederzeit erreichbar.
    Alexander I., Local Guide, vor 4 Jahren
  • ★★★★★
    Ich hatte erst eine andere Firma beauftragt, mein Bad machen zu lassen, doch dann kamen Probleme auf. Dann wurde mir die Wolfermann GmbH empfohlen – das war das Beste, was passieren konnte.
    Monty K., Local Guide, vor 8 Jahren
  • ★★★★★
    Aus eigener Erfahrung mit Reparaturen und dem Kompletteinbau eines Bades kann ich die Professionalität und Kundenorientierung nur lobend hervorheben.
    Hendrik H., vor 4 Jahren
  • ★★★★★
    Wir sind bereits seit einigen Jahren Kunden bei der Firma Wolfermann und sind mehr als zufrieden. Sie sind zu jeder Zeit erreichbar und finden immer eine Lösung.
    D. V., Local Guide, vor 4 Jahren
  • ★★★★★
    Der Monteur rief etwa 30 Minuten vor unserem vereinbarten Termin an und gab mir die Info, dass er sich etwas verspäten wird.
    Lydia G., vor 5 Jahren
  • ★★★★★
    Noch nie haben wir in dieser Branche so zuverlässige, sympathische und verständnisvolle Mitarbeiter erlebt.
    Leo L., vor 6 Jahren
  • ★★★★★
    Wir haben die Firma Wolfermann für die Sanierung unseres Ferienhauses beauftragt.
    J. D., Local Guide, vor 3 Jahren

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