Warum sich Kundinnen und Kunden für fugenlos entscheiden
Ein fugenloses Bad wirkt ruhiger als ein gefliestes, weil kein Raster an der Wand und keine dunkle Linie am Boden den Raum in Felder teilt. Wand und Boden laufen durch, und das Licht legt sich gleichmäßig darüber. Wer einmal in so einem Bad gestanden hat, entscheidet sich meistens genau deshalb dafür und selten wegen der Technik.
Das zweite Argument merkt man erst nach dem Einzug im Alltag: Es gibt keine Fugen mehr, die grau anlaufen, und keine Ecke hinter dem Duschglas, in der sich dunkle Ränder festsetzen. Ein feuchtes Tuch über die Wand, ein Abzieher über den Boden, und der Raum ist sauber. Für alle, die sich das Schrubben der Fugen sparen möchten, ist das der eigentliche Gewinn.
Diese Seite beschreibt, wie wir ein fugenloses Bad bauen, was unter der Fläche liegt und wie lange sie hält. Welche Beläge es außer Mikrozement und Fliesen sonst noch gibt und wie sie sich unterscheiden, steht im Ratgeber Bad ohne Fliesen.
Was fugenlos genau bedeutet
Statt Fliesen kommt eine mineralische Spachtelmasse auf den Untergrund, meist unter dem Namen Mikrozement bekannt, je nach System auch als Kalk- oder Zementspachtel geführt. Aufgetragen wird sie mit der Kelle, in mehreren dünnen Lagen, von denen jede kaum stärker als ein Millimeter ist. Am Ende steht eine geschlossene Oberfläche von wenigen Millimetern Aufbau, die keine Stoßkanten hat und deshalb auch keine Fugen braucht.
Den Farbton mischen wir an, bevor die Arbeit beginnt, und Sie sehen die Muster in Ihrem eigenen Bad bei Ihrem eigenen Licht. Auch die Struktur legen wir vorher gemeinsam fest, von fast glatt bis leicht wolkig, denn nachträglich lässt sich daran nur noch wenig ändern.
Wie so ein Bad aufgebaut wird
Was Sie später sehen, ist die dünnste der Schichten. Darunter liegen vier weitere, und jede hat ihre Aufgabe.
Der Untergrund. Er muss tragfähig, eben und trocken sein. Alte Fliesen können oft bleiben: Sie werden angeschliffen, die Fugen aufgefüllt, die Fläche wird gespachtelt. Klingt eine Fliese hohl, sitzt der Putz locker oder ist die Wand feucht, nehmen wir den Bereich herunter und bauen ihn neu auf. An dieser Stelle entscheidet sich, wie lange Sie Freude an der Fläche haben.
Die Grundierung. Sie bindet den Untergrund ab und sorgt dafür, dass alle folgenden Schichten gleichmäßig haften. Auf saugendem Putz kommt eine andere zum Einsatz als auf glasierter Fliese.
Die Abdichtung. Im Duschbereich und überall dort, wo Spritzwasser hinkommt, liegt eine Verbundabdichtung nach DIN 18534, mit Dichtbändern in den Ecken, an den Anschlüssen und um jede Durchführung. Diesen Punkt sprechen wir bei jedem Aufmaß an, weil er der wichtigste ist: Die Beschichtung selbst ist keine Abdichtung, sondern eine Oberfläche. Sicher ist ein fugenloses Bad also nur mit der Schicht darunter.
Die Spachtellagen. Zwei bis drei Aufträge, dazwischen jeweils Trocknung und Schliff. Hier entsteht die Struktur, die Sie später sehen, und hier zahlt sich Erfahrung im Umgang mit dem Material aus.
Die Versiegelung. Zum Schluss folgt ein Schutzauftrag, meist auf Polyurethanbasis, in zwei bis drei Durchgängen. Er macht die Fläche wasserabweisend und unempfindlich gegen Seife, Shampoo und Zahnpasta.
Fugenlos heißt fugenarm
Ganz ohne Fuge kommt kein Bad aus, und ein Betrieb, der Ihnen etwas anderes verspricht, sollte Sie stutzig machen. Überall dort, wo sich zwei Bauteile unterschiedlich bewegen, gehört eine elastische Fuge hin: am Übergang von Wand zu Boden, am Anschluss an Wanne oder Duschtasse, an der Türzarge und am Randstreifen des Estrichs. Diese Fugen sind wenige und fallen kaum auf, weglassen darf man sie aber nicht, weil die Fläche sonst genau dort reißt.
Sinnvoll ist die Beschichtung auf Wänden, Böden, in der Dusche, an Nischen und über Vorwandinstallationen. Sie führt um Ecken herum, ohne dass ein Profil nötig wird, und genau das macht den ruhigen Eindruck aus. Passende Armaturen sind meistens Unterputzarmaturen, weil dann nur noch Rosette und Hebel aus der Fläche kommen und nichts den Verlauf unterbricht. Nicht sinnvoll ist die Beschichtung auf weichen oder arbeitenden Untergründen, auf frischem Estrich mit Restfeuchte und dort, wo unter dem Bodenaufbau bereits Schäden sitzen.
Am stärksten spielt die durchgehende Fläche ihren Vorteil dort aus, wo viel Wasser über viel Wand läuft: in einer Dusche über die ganze Raumbreite, mit Regenbrause, gemauerter Sitzbank und Licht in der Nische. Wie ein solches Erlebnisbad aufgebaut wird und was es an Leitungsquerschnitt und Warmwasser verlangt, steht im Ratgeber. Die Abdichtung wächst dabei mit: Hängt die Kopfbrause auf 220 Zentimetern, reicht sie bis zur Decke.
Kleine Bäder gewinnen am meisten
In einem Badezimmer von vier Quadratmetern zerlegt ein Fliesenraster den Raum in Felder und lässt ihn kleiner wirken, als er ist. Eine durchgehende Fläche tut das Gegenteil: Wand und Boden gehen ineinander über, und die Grenzen des Raums verwischen. Dazu kommt, dass die Beschichtung kaum aufträgt, anders als eine Fliese samt Kleberbett, was in einem schmalen Altbaubad ein spürbarer Unterschied ist. Was auf wenigen Quadratmetern sonst noch hilft, steht unter kleines Bad.
Der zweite Ort, an dem sich die fugenlose Fläche lohnt, liegt außerhalb des Bades. In einem Wellnessbereich zu Hause mit Dampfbad und Ruhefläche gibt es kein Fugenraster, in dem sich Kondenswasser sammelt, und der Boden lässt sich nach dem Abend in einem Zug abziehen. Ein Dampfbad ist allerdings der anspruchsvollste Fall im ganzen Haus, weil dort die Feuchte dauerhaft an Wand und Decke steht. Was in einem solchen Raum unter die Beschichtung gehört, klären wir vor der ersten Spachtellage.
Was ein fugenloses Bad kostet
Pro Quadratmeter liegt ein fugenloses Bad über einer soliden Standardfliese. Das Material ist teurer, entscheidend ist aber die Arbeitszeit: mehrere Lagen von Hand, dazwischen Trocknen und Schleifen, am Ende die Versiegelung in mehreren Durchgängen. Erfundene Quadratmeterpreise nennen wir nicht, weil sie ohne einen Blick auf Ihren Untergrund nichts wert wären. Nach dem Aufmaß steht Ihr Preis fest, schriftlich und mit einzelnen Positionen, und auf der Rechnung weisen wir den Lohnanteil getrennt aus, für § 35a EStG.
Wie sich die Summen bei einer ganzen Badsanierung zusammensetzen, steht unter Badsanierung Kosten. Soll ohnehin die Wanne weichen oder der Grundriss sich ändern, schauen Sie unter Badumbau, denn dann ist die Beschichtung ein Teil der Arbeit und nicht das ganze Projekt. Bleiben Leitungen und Abdichtung dagegen liegen, ist die fugenlose Fläche eine der schönsten Möglichkeiten, im Rahmen einer Badrenovierung das Bad modernisieren zu lassen, ohne alles aufzureißen.
Womit Sie rechnen sollten
Diese vier Punkte sprechen wir lieber vorher an als hinterher.
Es dauert länger als Fliesen. Nicht in Arbeitsstunden, sondern im Kalender, weil jede Lage trocknen und die Versiegelung aushärten muss. Rechnen Sie mit gut einer Woche, in der das Bad nicht benutzbar ist.
Reparaturen sind aufwendiger. Eine beschädigte Fliese tauscht man aus, eine beschädigte Stelle in der Fläche wird angespachtelt, geschliffen und neu versiegelt. Ganz unsichtbar wird das selten.
Die Ausführung verzeiht wenig. Bei Fliesen verschwindet eine Ungenauigkeit in der Fuge, hier sehen Sie jeden Ansatz, besonders im Streiflicht am Fenster. Deshalb machen das bei uns Leute, die es oft gemacht haben.
Der Schutz will gepflegt werden. Die Versiegelung ist eine Verschleißschicht und wird im Duschbereich alle paar Jahre erneuert, ähnlich wie bei einem geölten Holzboden. Bei der Übergabe zeigen wir Ihnen, woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen.
Pflege im Alltag
Warmes Wasser und ein weiches Tuch reichen für fast alles, für den Rest nehmen Sie einen pH-neutralen Reiniger. Wenn Sie nach dem Duschen einmal mit dem Abzieher über die Wand gehen, bleibt kein Wasser auf der Fläche stehen und es setzt sich weniger Kalk ab.
Nicht auf ein mineralisches Bad gehören Essigreiniger, Zitronensäure, Kalklöser, Scheuermilch, Schleifschwämme und Dampfreiniger. Säure greift die Oberfläche an wie bei einem Naturstein, und Schleifmittel nehmen die Versiegelung mit. Eine Lüftung, die wirklich arbeitet, hilft hier genauso wie in jedem anderen Bad.
Wann Fliesen die bessere Wahl sind
Es gibt Fälle, in denen wir Ihnen von der Beschichtung abraten, und das tun wir lieber vor dem Auftrag als danach. Dazu gehören ein Untergrund, der erkennbar arbeitet, etwa eine alte Holzbalkendecke ohne saubere Ertüchtigung, und eine Vermietungswohnung, in der eine beschädigte Stelle schnell und günstig behoben werden muss. Ebenso, wenn Sie eine kräftige Optik mögen, ein Fischgrätformat oder eine tiefe Farbe im Glanz, oder wenn das Budget knapp ist, denn für dasselbe Geld bekommen Sie in Fliesen eine deutlich gehobenere Ausstattung; was dort an Formaten und Oberflächen möglich ist, steht unter Badfliesen. Häufig läuft es dann auf einen Mittelweg hinaus: fugenlose Wände und großformatiges Feinsteinzeug am Boden, was auch in einem barrierefreien Bad gut funktioniert. Welche Beläge sonst noch in Frage kommen, wie viel sie auftragen und wie lange sie halten, stellt der Ratgeber Bad ohne Fliesen nebeneinander.
Wo wir fugenlose Bäder bauen
Wir arbeiten in ganz Berlin: in Charlottenburg und Wilmersdorf, in Zehlendorf, Steglitz und Schmargendorf, in Schöneberg, Tempelhof und Kreuzberg, in Mitte, Tiergarten, Moabit und Prenzlauer Berg, in Spandau, Grunewald und Dahlem. Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow gehören ebenfalls zum Einsatzgebiet; der Betrieb sitzt selbst in Kleinmachnow. Was unter Putz und Estrich liegt, ist von Baujahr zu Baujahr verschieden, und dafür lohnt sich ein Meisterbetrieb, der den Berliner Bestand seit über 40 Jahren kennt. Fliesen, Sanitär, Elektrik und Trockenbau machen unsere eigenen Leute, heute als Teil der WRS Gruppe.
So kommen Sie zu Ihrem Termin
Am schnellsten geht es telefonisch unter 030 220 569 70, montags bis freitags von 7 bis 16:30 Uhr. Am Telefon genügen ein paar Sätze dazu, wie das Bad heute aussieht, wie groß es ungefähr ist und wo Sie wohnen. Danach machen wir einen Termin für das Aufmaß aus, vor Ort oder per Videocall.
Beim Aufmaß sehen wir uns den Untergrund an, klopfen die Fliesen ab, prüfen die Feuchte und sagen Ihnen ehrlich, ob Ihr Bad für eine fugenlose Fläche taugt. Wenn es das nicht tut, sagen wir Ihnen das ebenso deutlich und zeigen Ihnen die Alternative. Danach bekommen Sie den Festpreis schriftlich, mit einzelnen Positionen. Das Aufmaß kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Wenn Sie lieber schreiben als telefonieren, nutzen Sie das Formular auf dieser Seite, wir melden uns bei Ihnen.
