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Zwei Wörter, die im Alltag durcheinandergehen
Badrenovierung und Badsanierung tauchen in Suchanfragen und Angeboten nebeneinander auf, als wären sie dasselbe. Sie beschreiben aber zwei verschiedene Eingriffstiefen, und daran hängen Bauzeit, Preis und die Frage, wie lange das Ergebnis trägt.
Eine Badrenovierung erneuert alles, was Sie sehen und anfassen: Fliesen oder eine Spachtelfläche, die Abdichtung darunter, Objekte, Armaturen, Licht und Anstrich. Die Leitungen bleiben liegen, der Grundriss bleibt unverändert. Sechs bis zehn Arbeitstage, meist 12.000 bis 20.000 Euro.
Eine Badsanierung geht hinter die Oberfläche. Wasser, Abwasser und Elektrik werden bis zur Steigleitung erneuert, der Estrich kommt heraus, die Abdichtung wird neu aufgebaut, und oft ändert sich dabei die Anordnung. Zehn bis fünfzehn Arbeitstage, meist 15.000 bis 25.000 Euro.
Der dritte Begriff, die Badmodernisierung, meint einzelne Maßnahmen statt des ganzen Raums. Welcher der drei Wege zu Ihrem Bad passt, entscheidet der Zustand hinter der Wand und nicht der Geschmack.
Was zu einer Badrenovierung gehört
Bei einer Badrenovierung bleibt die Installation unangetastet. WC, Waschtisch und Dusche behalten ihren Platz, die Trassen in Wand und Boden werden nicht geöffnet. Herunter kommen die alten Fliesen, heraus kommen Wanne, Objekte und die alte Vorwand, wenn sie nicht mehr trägt.
Neu werden danach die Verbundabdichtung nach DIN 18534, der Belag an Boden und Wand, die Sanitärobjekte, die Armaturen, die Beleuchtung und der Anstrich über der Fliesenkante. Die sichtbaren Anschlussteile tauschen wir mit, also Eckventile, Anschlussbögen und Siphons, weil sie ohnehin demontiert sind und einzeln später mehr Arbeit machen als jetzt.
Die Bauzeit liegt bei sechs bis zehn Arbeitstagen, davon sind ein bis zwei Tage laut. Der Preis liegt bei 12.000 bis 20.000 Euro für ein Berliner Bad zwischen vier und sechs Quadratmetern. Was innerhalb dieser Spanne den Ausschlag gibt, ist fast immer die Ausstattung und nicht die Arbeit darunter, und wie stark Format und Material dabei durchschlagen, rechnet Badfliesen vor.
Ein Punkt gehört ausdrücklich dazu: Auch eine Badrenovierung bekommt eine neue Abdichtung. Wer über einen dreißig Jahre alten Untergrund einfach neu fliest, spart am einzigen Bauteil, an das später niemand mehr herankommt. Wie so eine Renovierung im Einzelnen abläuft, steht unter Badrenovierung.
Was zu einer Badsanierung gehört
Bei einer Badsanierung wird der Raum bis auf den Rohbau zurückgebaut. Der Estrich kommt heraus, Wasser- und Abwasserleitungen werden bis zum Anschluss an die Steigleitung erneuert, die Elektrik bekommt einen eigenen Stromkreis mit Fehlerstromschutzschalter, und die Lüftung wird mitgeplant. Erst darauf kommen Abdichtung, Belag und Objekte.
Das ist die aufwendigere Baustelle, und sie sieht auch so aus. Aus einem Komplettbad fallen anderthalb bis drei Tonnen Bauschutt an, die über das Treppenhaus oder in Big Bags aus dem Haus gehen. Zehn bis fünfzehn Arbeitstage sind üblich, bei geändertem Grundriss länger.
Der Preis liegt bei 15.000 bis 25.000 Euro für ein Bad von sechs bis acht Quadratmetern in solider Ausstattung. Soll das WC den Schacht verlassen oder die Dusche an die andere Wand, sprechen wir vom Badumbau und damit eher von 18.000 bis 30.000 Euro. Woraus sich so eine Summe zusammensetzt, steht unter Badsanierung Kosten, der Takt der Arbeiten unter Badsanierung Ablauf.
Der größere Teil des Gewinns bleibt danach unsichtbar. Nach einer Sanierung sind die drei Bauteile neu, die ein Bad tragen oder scheitern lassen: Leitung, Abdichtung, Lüftung. Danach ist das Thema für zwanzig bis dreißig Jahre erledigt.
Was Modernisierung bedeutet
Die Badmodernisierung ist der kleinste der drei Eingriffe. Sie nimmt sich einzelne Punkte vor, statt den Raum zu räumen, und ist deshalb die Lösung für Bäder, deren Technik in Ordnung ist und bei denen nur ein oder zwei Dinge stören.
Am häufigsten geht es dabei um den Wechsel von der Wanne zur bodengleichen Dusche, der bei 4.500 bis 9.000 Euro und drei bis fünf Arbeitstagen liegt, siehe Dusche statt Wanne. Dazu kommen ein Lüfter mit Feuchtesteuerung und Nachlauf, Licht am Spiegel statt einer Deckenleuchte in der Raummitte, eine Steckdose am Waschplatz mit Fehlerstromschutz oder ein neuer Waschtisch. Licht und Steckdosen bewegen sich im Bereich einiger Hundert Euro, ein nachgerüsteter Lüfter je nach Schacht bis rund 2.000 Euro.
Die Grenze ist schnell erreicht: Am Grundriss ändert die Modernisierung nichts, an Leitungen unter dem Estrich auch nicht. Wer über fünf Jahre verteilt drei Einzelposten angeht, zahlt dreimal Anfahrt und hat dreimal Staub in der Wohnung. Was sich sinnvoll zusammenlegen lässt, steht unter Bad modernisieren.
Die drei Wege nebeneinander
| Was gemacht wird | Was dabei neu wird | Bauzeit | Was das in Berlin meist kostet |
|---|---|---|---|
| Modernisierung, einzelne Maßnahmen | Dusche statt Wanne, Lüfter, Licht, Waschtisch | 1 bis 5 Arbeitstage | einige Hundert bis 9.000 Euro |
| Badrenovierung, Oberflächen | Abdichtung, Fliesen, Objekte, Armaturen, Licht | 6 bis 10 Arbeitstage | 12.000 bis 20.000 Euro |
| Badsanierung, Technik und Oberflächen | zusätzlich Leitungen, Elektrik, Estrich, Lüftung | 10 bis 15 Arbeitstage | 15.000 bis 25.000 Euro |
| Badsanierung mit neuem Grundriss | zusätzlich Trassen, Vorwand, Wandöffnungen | länger als 15 Arbeitstage | 18.000 bis 30.000 Euro |
Zwischen Zeile zwei und Zeile drei liegen im Regelfall drei bis fünf Arbeitstage und etwa 3.000 bis 5.000 Euro. Das ist der eigentliche Preis der Frage, um die es hier geht, und er ist kleiner, als die meisten vermuten. Wer die Renovierung wählt, obwohl die Technik am Ende ist, spart diesen Betrag einmal und zahlt in einigen Jahren die ganze Sanierung zusätzlich.
Woran Sie erkennen, was Ihr Bad braucht
Vier Punkte entscheiden die Sache, und wir sehen sie uns beim Aufmaß in genau dieser Reihenfolge an.
Das Alter und Material der Wasserleitungen. Verzinkte Stahlrohre wurden bis in die siebziger Jahre verbaut und halten meist dreißig bis fünfzig Jahre. Sie setzen sich von innen zu, der Querschnitt wird enger, und an den Verbindungen beginnt der Rost. Erkennen lässt sich das an rostbraunem Wasser nach dem Urlaub, an nachlassendem Druck, wenn zwei Zapfstellen gleichzeitig laufen, und an dunklen Rändern an sichtbaren Rohren. Bleirohre kommen in Berliner Altbauten vereinzelt bis heute vor und müssen heraus, weil sich der Grenzwert von 0,010 Milligramm Blei je Liter mit ihnen nicht sicher halten lässt.
Der Zustand der Abdichtung. Unter den Fliesen eines Bades von 1985 liegt in der Regel keine Abdichtung, wie DIN 18534 sie heute vorsieht, sondern Kleber, Bitumenpappe oder gar nichts. Solange Fugen und Silikon dicht sind, fällt das nicht auf. Rissige Silikonfugen in der Duschecke, ein hohl klingender Fliesenspiegel und Ausblühungen an der Sockelfuge sind die Anzeichen dafür, dass Wasser bereits hinter den Belag gelangt.
Feuchte in Wand und Estrich. Dunkle Flecken an der Wand des Nachbarraums, abplatzender Putz eine Etage tiefer, Schimmel, der nach dem Abwischen zurückkommt, und ein Geruch, der sich durch Lüften nicht vertreiben lässt. Im Videocall zeigen Sie uns diese Stellen mit der Kamera, beim Termin vor Ort messen wir nach und öffnen bei begründetem Verdacht eine kleine Fläche, statt zu raten.
Der Grundriss. Der einzige der vier Punkte, den Sie selbst beurteilen können. Wenn die Wanne den halben Raum blockiert, das WC hinter der Tür klemmt und am Waschbecken nie Platz für zwei war, dann macht eine Badrenovierung das Bad neuer, aber nicht besser. Was sich an einer Aufteilung ändern lässt und was die Steigleitung vorgibt, steht unter Bad planen.
Wann eine Badrenovierung eine schlechte Idee ist
Es gibt einen Fall, in dem wir von der Badrenovierung abraten, obwohl sie günstiger ist: Wenn sie das eigentliche Problem zudeckt.
Neue Fliesen auf einer nassen Wand sehen zwei Jahre gut aus. Danach kommt der Schimmel an derselben Stelle zurück, weil er nie eine Ursache verloren hat. Eine neue Duschwand über einer Abdichtung, die keine ist, verschiebt den Wasserschaden nach hinten, statt ihn zu verhindern. Und ein hübsch gefliestes Bad über einer Stahlleitung von 1968 ist eine Wette darauf, dass das Rohr die nächste Rechnung nicht schreibt.
Gemacht wird es trotzdem oft, weil die Renovierung der kürzere und günstigere Weg ist und die Technik dahinter niemand sieht. Auffallen tut der Unterschied erst, wenn der Nachbar unter Ihnen klingelt. Dann steht die Sanierung trotzdem an, nur mit Trocknung und einem Belag, der drei Jahre alt ist und wieder herunter muss.
Deshalb sagen wir beim Aufmaß offen, wenn eine Badrenovierung an Ihrem Bad das falsche Geld wäre. Und ebenso, wenn Ihr Bad noch fünf Jahre kann und Sie den Zeitpunkt in Ruhe selbst wählen dürfen.
Der Zwischenweg, den es tatsächlich gibt
Zwischen Renovierung und Vollsanierung liegt ein Weg, den viele nicht auf dem Zettel haben: die Renovierung der Oberflächen mit gezieltem Austausch nur dort, wo die Technik schwach ist.
Das kommt zum Beispiel in Frage, wenn der Abwasserstrang im gemauerten Schacht liegen bleiben kann, während die verzinkte Frischwasserleitung im Bad gegen Verbund- oder Edelstahlrohr getauscht wird. Die Trassen im Raum werden neu, der Estrich bleibt größtenteils liegen, und Bauzeit wie Preis landen zwischen zwei Zeilen der Tabelle.
Ob das an Ihrem Bad geht, hängt daran, wo die Leitungen laufen und wie der Boden aufgebaut ist. Das ist genau die Frage, die sich nicht am Telefon beantworten lässt.
Warum das Wort im Angebot nichts beweist
Weder Badrenovierung noch Badsanierung ist ein geschützter Begriff. Zwei Betriebe können dasselbe Wort auf das Deckblatt schreiben und dabei völlig verschiedene Leistungen meinen. Deshalb lohnt der Blick auf die Positionen und nicht auf die Überschrift.
- Estrich. Steht Estrichabbruch mit Quadratmetern drin? Dann ist eine Sanierung gemeint. Fehlt er, bleibt der Boden liegen.
- Leitungen. Sind Wasser und Abwasser mit laufenden Metern und Material benannt, oder taucht das Gewerk Sanitär nur bei der Montage der Objekte auf?
- Elektrik. Neuer Stromkreis bis zum Verteiler mit Fehlerstromschutzschalter, oder nur Anschluss vorhandener Leitungen?
- Entsorgung. Anderthalb bis drei Tonnen weisen auf eine Sanierung hin, wenige Kubikmeter auf eine Renovierung. Steht gar nichts dort, fehlt eine Position.
Ein Angebot, das an diesen vier Stellen konkret wird, ist auf den ersten Blick teurer als eines, das dazu schweigt. Beim Vergleich zweier Angebote ist es meist das ehrlichere.
Was Sie in einer Viertelstunde selbst prüfen können
Vier Antworten bringen Sie selbst zusammen, bevor jemand vorbeikommt.
Erstens das Baujahr des Hauses und, falls bekannt, das Jahr der letzten Badsanierung. Zweitens ein Blick unter den Waschtisch: verzinktes Stahlrohr mit dunklen Rändern, glänzendes Kupfer oder weißes Kunststoffrohr? Drittens die Silikonfuge in der Duschecke, mit dem Fingernagel geprüft, denn spröde, rissig oder dunkel unterlaufen gehört zu den Anzeichen oben. Und viertens der Blick in den Nachbarraum und, wenn möglich, an die Decke der Wohnung darunter.
Wer diese vier Punkte am Telefon nennen kann, bekommt schon dort eine erste Einschätzung. Die belastbare Antwort kommt trotzdem erst nach dem Aufmaß, weil der größte Kostenblock unter dem Boden liegt.
Wofür wir nicht der richtige Betrieb sind
Wir renovieren kein Bad, bei dem wir beim Aufmaß feuchte Bauteile oder eine Leitung am Ende ihrer Zeit gesehen haben. Das ist keine Verkaufstaktik, sondern der Punkt, an dem wir für das Ergebnis nicht geradestehen könnten.
Einzelne Fliesen zu ersetzen oder eine Duschecke nachzudichten, damit sie noch zwei Jahre hält, übernehmen wir ebenfalls nicht. Objekte, die Sie selbst im Internet gekauft haben, bauen wir nicht ein, und halbfertige Baustellen anderer Betriebe übernehmen wir nicht.
Wer allein das billigste Angebot der Stadt sucht, findet es woanders. Eigene Leute für alle Gewerke und ein Preis, der bis zur Schlussrechnung hält, sind nicht die günstigste Aufstellung, dafür aber die planbarste.
So klären wir die Frage an Ihrem Bad
Die Wolfermann GmbH ist ein Meisterbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung im Badbau, sitzt in Kleinmachnow und gehört zur WRS Gruppe. In dieser Zeit sind uns beide Fälle untergekommen: Bäder, bei denen die Renovierung völlig ausgereicht hat, und Bäder, bei denen sie ein Jahr später als Fehler dagestanden hätte.
Am Anfang steht ein Anruf unter 030 220 569 70, montags bis freitags von 7 bis 16:30 Uhr. Danach sehen wir uns Ihr Bad an, vor Ort oder per Videocall, je nachdem was bei Ihrem Vorhaben schneller zum Ziel führt. Der Termin dauert etwa eine Stunde, kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Anschließend wissen Sie, welcher der drei Wege zu Ihrem Bad passt, und Sie bekommen ein schriftliches Angebot mit Festpreis und einzelnen Positionen. Was im Altbestand stecken kann, steht darin vorher mit Betrag. Wenn Sie sich vorher weiter einlesen möchten: Bad im Altbau behandelt die Gründerzeitwohnung, Bad in der Eigentumswohnung die Abstimmung mit der Verwaltung, Bad lüften das fensterlose Bad und Förderung die Zuschüsse, die bei einem barrierefreien Bad in Frage kommen.
