Aus den dreißiger Jahren kommen verzinkter Stahl und Guss heraus; in den Häusern nach 1990
bleibt der Strang aus Kunststoff und Verbundrohr liegen. Über der Holzbalkendecke verlangen
vier bis sechs Zentimeter Aufbau ein flaches Ablaufsystem oder den Ablauf an der Wand, und
fensterlose Bäder bekommen einen Lüfter mit Feuchtefühler.
Kleinmachnow ist südlich des Teltowkanals als Landhausort der zwanziger und
dreißiger Jahre gewachsen, dazwischen steht der Siedlungsbau der Nachkriegsjahre.
Leitungen aus zwei Epochen
In den Landhäusern der dreißiger Jahre liegen die Zuleitungen häufig noch in verzinktem
Stahl, der über die Jahrzehnte von innen zusetzt, sodass am Waschbecken immer weniger
ankommt. Der Abfluss läuft meist in Guss, oft in einem einzigen Strang durch beide
Etagen. Wenn eine Wand für den Badumbau ohnehin geöffnet wird, tauschen wir die
Leitungen gleich mit, weil sich das später nur mit erneutem Aufstemmen nachholen ließe.
In den Häusern nach 1990 finden wir Kunststoff- und Verbundrohr vor, und dort bleibt
der Strang in aller Regel liegen, wo er ist.
Der Bodenaufbau entscheidet über die bodengleiche Dusche
Ob wir eine bodengleiche Dusche einbauen können, hängt vor allem an der Aufbauhöhe,
also am Abstand von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese. Über der
Holzbalkendecke im Landhaus liegt oft nur eine Schüttung mit dünnem Estrich, vier bis
sechs Zentimeter. In diesen Fällen arbeiten wir mit flachen Ablaufsystemen oder setzen
den Ablauf an die Wand und ziehen das Gefälle in die Duschfläche, sodass die Decke
unangetastet bleibt. Im Neubau der neunziger Jahre liegen sechs bis neun Zentimeter
Estrich auf der Dämmung, und mit einem flachen Ablauf oder einem Wandablauf ist der
bodengleiche Einstieg dort der Normalfall. Ebenso wichtig ist uns der Schallschutz,
denn eine Holzbalkendecke gibt jeden Wasserlauf nach unten weiter, wenn Rohre und
Wanne nicht sauber entkoppelt werden.
Lüftung, damit die Feuchtigkeit nicht in den Fugen bleibt
Bäder unter dem Dach haben meist nur ein kleines Fenster, und die nachträglich
eingebauten Bäder aus den späteren Umbauten liegen innen und haben gar keines. Ein
Lüfter mit Feuchtefühler und Nachlauf führt die Duschfeuchte zuverlässig nach draußen,
bevor sie sich in Fugen und Silikon festsetzt. Ob die Leitung über Dach oder durch die
Außenwand geführt wird, klären wir gemeinsam beim Ortstermin. Warum das mehr ist als eine
Nebensache, lesen Sie unter Lüftung im Bad.