In den Reihen- und Doppelhäusern der zwanziger und der fünfziger Jahre liegt das Bad fast immer im Obergeschoss, und es misst sechs bis sieben Quadratmeter. Die Aufteilung darin ist in vielen Häusern noch die erste: die Wanne mit 170 mal 70 Zentimetern an der Längswand, das WC in der Ecke dahinter, der Waschtisch unter dem Fenster und der Heizkörper daneben. Getauscht wurden über die Jahrzehnte die Objekte, verschoben wurde nichts.
Das merken Sie an drei Stellen. Die nach innen aufschlagende Tür überstreicht rund 0,8 Quadratmeter, ein Achtel des Raums, und dort kann nichts stehen. Der Heizkörper belegt die einzige Wand, an der ein Hochschrank Platz hätte. Und der Fliesenspiegel endet bei 1,50 Metern, darüber liegt Ölfarbe oder Raufaser, die über der Wanne mit den Jahren Blasen zieht.
In Lankwitz kommt an einigen Adressen der Denkmalschutz dazu. Die Wohnsiedlung Lankwitz Süd von 1936 führt die Denkmaldatenbank Berlin als Gesamtanlage; erfasst sind darin einzelne Hausnummern im Falkenhausenweg, Hohenbornweg, Hanielweg sowie in der Pappritz- und der Wichurastraße. Wer in einem dieser Häuser das Badfenster tauscht oder ein Abluftgitter in die Fassade setzt, verändert damit das Erscheinungsbild der Anlage. Die Untere Denkmalschutzbehörde muss das nach § 11 Absatz 1 DSchG Bln vorher genehmigen.



