Sechs Quadratmeter, die seit dem Bau so geschnitten sind
In den Reihen- und Doppelhäusern der zwanziger und der fünfziger Jahre liegt das Bad fast immer im Obergeschoss, und es misst sechs bis sieben Quadratmeter. Die Aufteilung darin ist in vielen Häusern noch die erste: die Wanne mit 170 mal 70 Zentimetern an der Längswand, das WC in der Ecke dahinter, der Waschtisch unter dem Fenster und der Heizkörper daneben. Getauscht wurden über die Jahrzehnte die Objekte, verschoben wurde nichts.
Das merken Sie an drei Stellen. Die nach innen aufschlagende Tür überstreicht rund 0,8 Quadratmeter, ein Achtel des Raums, und dort kann nichts stehen. Der Heizkörper belegt die einzige Wand, an der ein Hochschrank Platz hätte. Und der Fliesenspiegel endet bei 1,50 Metern, darüber liegt Ölfarbe oder Raufaser, die über der Wanne mit den Jahren Blasen zieht.
Was sich an der Aufteilung ändern lässt
Fest steht in diesen Häusern nur ein Punkt: der Abwasserstrang hinter dem WC. Er läuft über zwei Geschosse in den Keller, und das WC bleibt deshalb in seiner Ecke, allenfalls verschoben um die Tiefe einer neuen Vorwand. Alles andere ist beweglich. Der Waschtisch wandert an die Wand, an der heute die Wanne steht, und aus dem Gliederheizkörper unter dem Fenster wird ein flaches Modell an einer sonst ungenutzten Wand.
Der häufigste Schnitt sieht dann so aus: Die 170er Wanne verschwindet, an ihre Stelle kommt eine bodengleiche Dusche mit 120 mal 80 Zentimetern, und die verbleibenden 50 Zentimeter Wandlänge nehmen einen Hochschrank mit 40 Zentimetern Tiefe auf. Die Tür wird nach außen gehängt oder läuft als Schiebetür vor der Wand. Derselbe Grundriss gibt damit rund zwei nutzbare Quadratmeter mehr her. Wie dieser Umbau abläuft, steht unter Dusche statt Wanne, die Maße dazu unter bodengleiche Dusche.
Zwanzigerjahre: was die Holzbalkendecke vorgibt
Über den Wohnräumen der älteren Häuser liegt eine Holzbalkendecke mit Fehlboden und Schüttung. Für die bodengleiche Dusche ist dort weniger die Bauteilhöhe das Thema als das Gewicht: Jeder Zentimeter Zementestrich bringt gut 20 Kilogramm je Quadratmeter auf eine Konstruktion, die dafür nie gerechnet wurde.
Deshalb bauen wir hier leicht. Ein Wandablauf braucht rund 70 Millimeter in der Vorwand und kommt auf 70 bis 100 Millimeter Aufbauhöhe, gemessen von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese. Wo auch das zu viel wird, liegt die Lösung obenauf: eine aufgesetzte extraflache Duschfläche, die keinen Bodenaufbau verlangt und mit 25 bis 35 Millimetern Einstieg auskommt. Das ist keine Stufe, über die Sie steigen, sondern eine Kante, die Sie überschreiten.
Fünfzigerjahre: dreieinhalb bis viereinhalb Zentimeter Estrich
In den Häusern der fünfziger Jahre liegt über der Massivdecke ein Zementestrich von 3,5 bis 4,5 Zentimetern, darunter meist eine Schüttung. Ein klassischer Punktablauf scheidet damit aus: Der Ablaufkörper allein misst 90 bis 110 Millimeter Einbauhöhe, und mit Gefälle, Abdichtung und Fliese kommt der Aufbau auf 120 bis 150 Millimeter über der Rohdecke.
Ein flacher Punktablauf misst dagegen 65 bis 90 Millimeter Einbauhöhe und bringt den fertigen Aufbau auf 95 bis 120 Millimeter. Das geht in den meisten dieser Bäder auf, sobald die Schüttung mit aufgenommen wird. Wie viel Höhe Ihr Boden wirklich hergibt, steht erst nach dem Aufmaß fest, und dafür öffnen wir den Belag an einer unauffälligen Stelle.
Das separate WC: zusammenlegen oder behalten
In vielen Häusern der fünfziger Jahre liegt neben dem Bad ein eigener WC-Raum mit 1,0 bis 1,3 Quadratmetern. Die Wand dazwischen trägt in der Regel nichts, häufig ist es ein Ziegel auf 11,5 Zentimetern oder eine Gipsdielenwand, und sie lässt sich herausnehmen. Aus sechs plus gut einem Quadratmeter wird ein Bad mit sieben bis acht, in dem eine Dusche von 120 Zentimetern und ein Waschtisch von 100 Zentimetern nebeneinander stehen.
Umsonst ist das nicht. Abbruch, Sturz, Putz, Boden und die neue Leitungsführung kosten 2.500 bis 4.500 Euro zusätzlich und zwei bis drei Arbeitstage. Richtig ist es außerdem nicht in jedem Haus: Wo vier Menschen wohnen, ist ein zweiter Raum mit WC an einem Werktagmorgen mehr wert als zwei Quadratmeter Bewegungsfläche. Wir rechnen Ihnen beide Varianten auf. Was auf der kleineren Fläche möglich bleibt, steht unter kleines Bad.
Der Weg nach oben entscheidet über das Fliesenformat
Die Treppe in diesen Häusern ist schmal und meist gewendelt, und daraus folgt eine Entscheidung, die vor die Bemusterung gehört: Platten über 60 mal 120 Zentimeter bekommt man um ein enges Treppenauge nicht heil herum. Wer Großformat möchte, nimmt deshalb dieses Maß und nicht das nächstgrößere. Die alte Wanne geht den umgekehrten Weg in Teilen, sie wird oben zersägt.
Der Container steht vor dem Haus oder auf Bohlen im Vorgarten. Abgestellt wird das Wasser am Hauptschieber im Keller, und da kein Nachbar an derselben Leitung hängt, ist das eine Sache zwischen Ihnen und uns. Im Doppelhaus kündigen wir die Stemmtage nebenan an, weil die Wand zum Nachbarhaus den Schall gut weitergibt.
Was ein Bad in Lankwitz kostet
Für sechs bis sieben Quadratmeter mit erneuerter Technik, einer Verbundabdichtung nach DIN 18534, Fliesen und allen Objekten liegen die Angebote bei 16.000 bis 24.000 Euro. Bleibt die Aufteilung und wandert nur der Waschtisch, endet die Rechnung im unteren Drittel. Nach oben ziehen die Zusammenlegung mit dem WC, ein Estrich, der ganz heraus muss, und eine Elektrik aus einer Zeit ohne eigenen Badstromkreis, bei der die Zuleitung bis zum Verteiler im Keller neu gezogen wird. Woraus sich die Summe im Einzelnen zusammensetzt, steht unter Badsanierung Kosten, der Tagesablauf im Ablauf einer Badsanierung.
Wer ohnehin baut, denkt besser gleich weiter: Eine Wand, die später einen Griff trägt, und eine Tür mit 80 Zentimetern lichter Breite kosten jetzt fast nichts und später den zweiten Umbau (barrierefreies Bad).
Der nächste Schritt ist das Aufmaß
Die Wolfermann GmbH ist ein Meisterbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung und hat ihren Sitz in Kleinmachnow. Sanitär, Elektrik, Trockenbau, Fliesen und Malerarbeiten laufen über einen Ansprechpartner, und am Ende steht eine Rechnung, auf der der Lohnanteil getrennt ausgewiesen ist.
Gearbeitet wird in Lankwitz ebenso wie in Steglitz, Lichterfelde, Zehlendorf, Schmargendorf, Tempelhof und Schöneberg, dazu im Umland in Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf.
Sagen Sie beim ersten Gespräch das Baujahr des Hauses und ob das WC im Bad liegt oder daneben, dann steht schon fest, worüber beim Termin zu reden ist. Das Aufmaß geht vor Ort oder per Videocall, kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts — Terminvergabe unter 030 4173 3464. Danach steht Ihr Festpreis.