Die Wohnungen der Nachkriegsmoderne sind klar geplant, und das kommt Ihnen bei einer Badsanierung zugute. Wasser und Abwasser laufen in einem Installationsschacht, den sich Bad und Küche teilen, und dieser Schacht steht fest. Er bestimmt, wo das WC sitzen kann und wo nicht. In seiner Nähe ist fast alles möglich, während jeder zusätzliche Meter Leitung zu einer Rechenaufgabe aus Gefälle und Aufbauhöhe wird.
In den Wänden steckt häufig noch verzinktes Stahlrohr aus der Bauzeit. Es verengt sich über die Jahrzehnte von innen, was Sie zuerst daran bemerken, dass der Strahl schwächer wird, sobald jemand anderes im Haus duscht. Wenn die Wand ohnehin geöffnet ist, erneuern wir die Leitungen bis zum Steigstrang. An genau diesem Punkt unterscheidet sich eine Badsanierung von einer Badrenovierung, bei der Leitungen und Anschlüsse liegen bleiben.
Der Boden ist ein schwimmender Estrich auf einer Dämmschicht, meist fünf bis sieben Zentimeter stark, und in dieser Höhe muss eine bodengleiche Duschfläche untergebracht werden. Ein senkrechter Ablauf braucht neun bis elf Zentimeter, ein extraflacher waagerechter kommt mit sechs bis sieben aus. Deshalb messen wir den Bodenaufbau nach, bevor wir Ihnen eine bodengleiche Dusche anbieten.
Um die Lüftung kümmern wir uns gesondert. In den Punkt- und Scheibenhäusern wird die Abluft über einen gemauerten Schacht abgeführt, teils mit einem Ventilator je Wohnung, teils über eine zentrale Anlage auf dem Dach. Hängt Ihre Wohnung an einer zentralen Anlage, gehört dort kein zusätzlicher eigener Ventilator hinein, weil er den Zug der ganzen Steigleitung stört. Was in Ihrem Haus verbaut ist, sehen wir beim ersten Termin, und danach richtet sich, was wir einbauen.