Eine Gartenstadt mit mehreren Bädern unter einem Dach
Frohnau wurde ab 1910 als Gartenstadt angelegt: freistehende Häuser auf großen Grundstücken, dazwischen Straßenzüge, die sich um den Ludolfingerplatz und den Zeltinger Platz legen. Gebaut wurde bis weit in die dreißiger Jahre hinein, meist zwei Geschosse plus ausgebautes Dach, und schon damals mit mehr als einem Bad im Haus.
Heute sieht das in der Regel so aus: oben das Hauptbad mit zehn bis vierzehn Quadratmetern, darüber oder daneben ein zweites Bad mit sechs bis acht, im Erdgeschoss ein WC neben der Garderobe. Häufig stammen alle drei aus einer gemeinsamen Modernisierung der achtziger oder neunziger Jahre. Damit wird das hier zuerst eine Terminfrage und erst danach eine Fliesenfrage.
Drei Böden in einem Haus, drei Abläufe
Das Hauptbad steht auf der Holzbalkendecke über dem Wohngeschoss. Zwischen Rohdecke und fertiger Fliese bleiben dort selten mehr als zwölf Zentimeter, und diese eine Zahl entscheidet über die Bauart des Ablaufs, bevor irgendjemand über Formate spricht. Der Standardablauf scheidet im Obergeschoss als Erstes aus; welche der flachen Bauarten es wird, hängt zusätzlich davon ab, wie die Dusche zur Balkenrichtung steht, denn quer zur Lage lässt sich eher etwas ausklinken als längs.
Das Bad unter der Schräge liegt auf Trockenestrich, und der wird nicht aufgeschnitten. Dort kommt die aufgesetzte Duschfläche ohne jeden Eingriff in den Boden hinein.
Im Erdgeschoss über der massiven Kellerdecke ist dagegen Luft. Hier passt auch der Standardablauf, und hier lässt sich ein Duschplatz nachrüsten, falls aus dem WC später ein kleines Bad werden soll. Die Maße im Zusammenhang stehen unter bodengleiche Dusche, was in zwei bis drei Quadratmetern zusammengeht, unter Gäste-WC.
Die Reihenfolge, damit immer eine Dusche läuft
Ein Bad bedeutet zehn bis fünfzehn Arbeitstage am Stück. Zwei Bäder nacheinander bedeuten zwei solche Blöcke, und dazwischen darf eine Pause liegen: Wir müssen nicht im März weiterbauen, wenn Ihnen der Herbst besser passt.
Der Preis dafür ist ein zweites Mal Anfahrt, Einrichtung und Container, in der Summe ein niedriger vierstelliger Betrag. Dafür ist im Haus an keinem Tag alles gleichzeitig zu. Wie die Tage innerhalb eines Blocks aussehen, steht im Ablauf einer Badsanierung.
Zwei Dinge gehören trotzdem in den ersten Abschnitt, auch wenn sie erst dem letzten Bad nützen: die Absperrventile für die einzelnen Stränge und die Zirkulationsleitung zum Dachgeschoss. Beides ist später nur mit erneutem Aufstemmen zu haben.
Was mehrere Bäder von der Warmwasserseite verlangen
Mehrere Bäder heißen mehrere Zapfstellen zur selben Zeit, und morgens ist das keine Theorie. Wer im Hauptbad eine große Kopfbrause plant, entscheidet damit über die Wärmeerzeugung mit: Durchflussbegrenzer in den Brausen, ein Gerät mit 30 bis 35 Kilowatt für etwa 15 bis 17 Liter je Minute oder ein Speicher mit 160 bis 200 Litern, der Spitzen abfängt.
Das prüfen wir beim Aufmaß am vorhandenen Gerät, zusammen mit dem Querschnitt der Steigleitung. Eine 15 Jahre alte Therme trägt oft ein zweites Bad, aber nicht zwei gleichzeitig laufende Duschen.
Wo in Frohnau das Geld hingeht
Die Fläche ist in diesen Häusern nicht der Treiber, das Material ist es:
- Feinsteinzeug in Serienstärke: 30 bis 60 Euro je Quadratmeter Material
- Großformat 120 mal 260 Zentimeter: 80 bis 150 Euro
- Naturstein: 120 bis 250 Euro
Dazu kommt die Verlegung. Großformat verlangt einen Untergrund, der auf zwei Meter Länge kaum zwei Millimeter abweicht, ein Nivelliersystem, zwei Leute an jeder Platte und 10 bis 15 Prozent Verschnitt; der Arbeitsanteil liegt damit etwa doppelt so hoch wie beim Format 30 mal 60. Eine Unterputz-Thermostatarmatur kostet mit Einbaukörper 600 bis 1.500 Euro gegenüber 200 bis 400 für die Aufputzvariante, ein Waschtisch aus Mineralwerkstoff nach Maß 1.500 bis 3.500 Euro. Welche Posten sich wie bewegen, steht unter Badsanierung Kosten.
Fliesen für den zweiten Abschnitt gleich mitbestellen
Wer das zweite Bad erst in zwei oder drei Jahren angeht, findet die Serie von heute dann meist nicht mehr im Programm. Und ist sie noch zu bekommen, stammt sie aus einer anderen Brandcharge mit leicht anderem Ton. Deshalb rechnen wir schon beim ersten Aufmaß die Flächen aller Bäder zusammen und bestellen in einer Charge.
Ein Quadratmeter Feinsteinzeug wiegt rund 20 Kilogramm, für ein zweites Bad sind das zwei bis drei Paletten. Die stehen trocken und frostfrei in Keller oder Garage, und der Platz dafür ist in diesen Häusern da. Für Armaturenserien gilt dasselbe, die laufen schneller aus dem Programm als Fliesen.
Zufahrt, Container und was beim Abbruch herauskommt
Das Grundstück nimmt die Baustelle auf, eine Halteverbotszone entfällt. Zwischen Container und Haustür liegen hier allerdings oft 15 bis 25 Meter über Rasen und Plattenweg. Wir legen Bohlen aus, fahren mit der Karre und stellen den Container so, dass die Zufahrt für Sie frei bleibt.
Der Abbruch selbst bringt in diesen Häusern regelmäßig mehr Schutt als erwartet, weil die Modernisierung der achtziger Jahre in vielen Bädern als zweite Fliesenschicht über der ersten liegt. Was tatsächlich an der Wand hängt, klopfen wir vorher ab, damit die Entsorgung im Angebot stimmt. Die Abdichtung nach DIN 18534 bauen wir in jedem Abschnitt vollständig neu auf, auch wenn nur ein einzelner Raum an der Reihe ist. Eine halbe Abdichtung gibt es nicht.
Der nächste Schritt
Die Wolfermann GmbH ist ein Sanitär-Meisterbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung, und Frohnau gehört zum Einsatzgebiet, ebenso Reinickendorf, Hermsdorf, Waidmannslust, Heiligensee und Tegel.
Sagen Sie unter 030 4173 3464, wie viele Bäder im Haus anstehen und in welchem Geschoss sie liegen. Beim Aufmaß legen wir dann die Abschnitte fest: welches Bad zuerst, welches während der Bauzeit in Betrieb bleibt und was an Technik in den ersten Abschnitt gehört. Für diesen Termin stellen wir nichts in Rechnung, ob im Haus oder per Videocall. Wer lieber schreibt, nutzt das Formular auf dieser Seite.
Vorher lesen lässt sich dazu einiges: Dusche statt Wanne, Bad im Altbau zum Bestand der zwanziger und dreißiger Jahre und barrierefreies Bad für den Fall, dass das erste der drei Bäder gleich die nächsten zwanzig Jahre mitnehmen soll.