Drei Bestände in einer Stadt
Potsdam trägt drei Baualter nebeneinander. In der Innenstadt stehen barocke Bürgerhäuser aus rotem, unverputztem Ziegel, ab den 1730er Jahren gebaut, im Holländischen Viertel als geschlossenes Ensemble; in Babelsberg kommen die eingeschossigen Weberhäuser dazu. In der Nauener und der Berliner Vorstadt, am Griebnitzsee und in der Templiner Vorstadt liegen die Villen am Wasser, meist von 1870 bis 1930. Am Stadtrand stehen die Plattenbauten der siebziger und achtziger Jahre: Am Stern, Drewitz, Schlaatz, Waldstadt.
Das Missverständnis ist überall dasselbe, nur mit wechselndem Vorzeichen: Im Denkmal dürfe man am Bad nichts machen, in der Platte lasse sich nichts machen. Beides stimmt so nicht.

