Morgens gehen Sie einfach in die Dusche hinein, ohne über einen Rand zu steigen. Bis dahin vergehen drei bis fünf Arbeitstage und die Zeit, in der die Fugen aushärten. Der vierzig Zentimeter hohe Wannenrand ist weg, ebenso der Vorhang, der an den Waden klebt. Der Boden läuft durch, daneben steht eine Glasscheibe, und der Raum wirkt größer als vorher.
Der Umbau berührt dabei nur eine Ecke des Bades und verändert trotzdem den ganzen Tagesbeginn. Wirklich gebadet wird in den meisten Haushalten selten, den Rest der Zeit ist die Wanne eine Duschkabine mit hohem Einstieg, die viel Platz belegt und jedes Bad kleiner erscheinen lässt, als es tatsächlich ist. Dazu kommt, dass sie zu den häufigsten Sturzstellen in der Wohnung gehört, und zwar nicht erst mit siebzig, sondern immer dann, wenn die Fliese nass ist und man sich schnell abstützen möchte.
Weil Wasser und Abfluss schon an Ort und Stelle liegen und die übrigen Objekte bleiben, wo sie sind, sind es drei bis fünf Arbeitstage und ein Bruchteil dessen, was ein neues Bad kostet. Für viele Berliner Wohnungen ist der Wannentausch deshalb der Umbau mit dem besten Verhältnis von Aufwand und Wirkung. In den Zehlendorfer Siedlungshäusern, wo das Bad knapp vier Quadratmeter misst und die Wanne fast die Hälfte davon belegt, ist der Gewinn besonders deutlich. Wie das dort abläuft, steht unter Badsanierung in Zehlendorf.



