Was fest eingebaute Lautsprecher Ihnen bringen
Das Bad ist morgens oft der einzige Raum, in dem man ein paar Minuten für sich hat, und viele Kunden möchten diese Minuten nicht in Stille verbringen. Fest eingebaute Lautsprecher gehören deshalb genauso früh auf den Plan wie die Fußbodenheizung, denn beides verschwindet später im Aufbau und lässt sich ohne neue Fliesen kaum noch nachholen. Wenn Sie ohnehin über eine Badsanierung nachdenken, ist der richtige Zeitpunkt für diese Entscheidung also jetzt und nicht erst nach dem Einzug.
Der Unterschied zur Box auf der Fensterbank liegt weniger in der Lautstärke als in der Bequemlichkeit. Es steht nichts im Weg, es muss nichts geladen werden und es wird nichts nass, weil die Technik hinter der Fliese sitzt und die Bedienung auf Ihrem Telefon liegt. Sie legen das Handtuch hin, tippen einmal auf das Display, und der Raum ist gefüllt.
Dazu kommt die gleichmäßige Verteilung. Zwei Lautsprecher in der Decke füllen den ganzen Raum von oben, sodass Sie unter der Dusche dasselbe hören wie vor dem Spiegel, und das bei einer Lautstärke, die im Flur niemanden stört. Wenn Sie abends bei gedimmtem Licht in der Wanne liegen und leise Musik läuft, wird aus einem gewöhnlichen Badezimmer ohne einen einzigen zusätzlichen Quadratmeter ein Wohlfühlbad. Wie die Beleuchtung dazu passt, lesen Sie unter Licht im Bad.
Passt das in Ihr Bad?
Darüber entscheiden drei Punkte, und alle drei klären wir beim kostenlosen Aufmaß in wenigen Minuten, vor Ort oder per Videocall.
Der Hohlraum in der Decke. Ein Deckeneinbaulautsprecher braucht einen Ausschnitt von 14,5 bis 17 Zentimetern und eine Einbautiefe von 8 bis 12 Zentimetern, mit Gehäuse rund 15. Im Berliner Altbau mit 3,20 Metern Raumhöhe ist eine abgehängte Decke ohnehin oft schon geplant, weil dort Lüftung und Leitungen verschwinden, und der Hohlraum für die Lautsprecher steht damit ohne Zusatzkosten zur Verfügung. In einer Nachkriegswohnung mit 2,50 Metern fallen 10 bis 12 Zentimeter weniger dagegen deutlich auf, besonders im Duschbereich.
Die Vorwand. Gibt es keinen Deckenhohlraum, führt der Weg über Unterputzlautsprecher in der Trockenbauvorwand. Eine übliche Vorwand ist 12,5 bis 15 Zentimeter tief, das reicht für flache Modelle aus. In eine massive Ziegelwand lässt sich so etwas dagegen nicht ohne Weiteres setzen. Wo die Vorwände hinkommen, entscheidet sich früh, meist schon bei der Grundrissplanung im Badumbau.
Der Platz für die Technik. Der Verstärker gehört nicht ins Bad, sondern in einen trockenen Raum daneben oder dahinter, also in den Flurschrank, den Abstellraum oder den Medienschrank im Wohnzimmer. Nötig sind dort eine Steckdose, halbwegs stabiles WLAN und ein Kabelweg von höchstens zehn bis fünfzehn Metern ins Bad.
Was das ungefähr kostet
| Was gemacht wird | Aufwand | Was das meist kostet |
|---|---|---|
| Leerrohr und Lautsprecherkabel im Zuge der Sanierung | 2 bis 4 Stunden | 150 bis 350 Euro |
| Zwei Deckenlautsprecher in vorhandenen Hohlraum einbauen | halber Tag | 400 bis 900 Euro |
| Abgehängte Decke neu, 6 bis 8 Quadratmeter, Feuchtraumplatten | 1 bis 2 Tage | 900 bis 1.800 Euro |
| Zwei Unterputzlautsprecher in der Vorwand | halber Tag | 500 bis 1.100 Euro |
| Verstärker außerhalb setzen, anschließen, einrichten | 2 bis 3 Stunden | 200 bis 450 Euro |
Das sind Erfahrungswerte aus dem Berliner Bestand und keine Angebote. Die Geräte selbst kommen dazu: Ein Paar feuchtraumtauglicher Deckenlautsprecher beginnt bei rund 180 Euro, ein kleiner Streaming-Verstärker bei etwa 200 Euro. Wird das Bad ohnehin umgebaut, fällt der Aufpreis für ein ordentliches Klangkonzept im Verhältnis zur gesamten Badsanierung gering aus, weil die aufwendigen Arbeiten an Wand und Decke bereits eingeplant sind. Wie sich solche Posten in eine ganze Sanierung einordnen, lesen Sie unter Badsanierung Kosten. Den Lohnanteil weisen wir in der Rechnung getrennt aus, damit Sie ihn nach § 35a EStG in der Steuererklärung ansetzen können.
Wie der Einbau abläuft
Die entscheidende Arbeit fällt zwischen dem zweiten und dem fünften Arbeitstag an, also lange vor der sichtbaren Ausstattung. Nach dem Abbruch liegen Wand und Decke offen, die Rohinstallation läuft, und in dieser Phase legen wir den Kabelweg. Danach folgen Abdichtung und Fliesen, und jede Leitung, die dann noch fehlt, lässt sich nur mit erheblichem Aufwand nachrüsten.
Gezogen wird ein Leerrohr M20 oder M25 von der Deckenposition bis aus dem Bad heraus, darin ein Lautsprecherkabel mit 2 x 1,5 Quadratmillimetern. Bei Strecken über fünfzehn Meter nehmen wir 2,5 Quadratmillimeter, weil der Ton sonst dünn wird. Zu Netzleitungen halten wir mindestens zehn Zentimeter Abstand und kreuzen im rechten Winkel, weil sich sonst ein Brummen in den Lautsprecher einkoppelt, das sich später kaum noch beseitigen lässt. Das Leerrohr ist dabei die kleinste Position mit dem größten Nutzen: Es kostet heute fast nichts und erlaubt Ihnen auch in zehn Jahren noch ein anderes Kabel, ohne dass jemand eine Fliese anfassen muss.
Die Lautsprecher selbst kommen ganz zum Schluss, zusammen mit Spiegel und Handtuchhaltern. Zwei Stück, 1,5 bis 2,5 Meter voneinander entfernt und etwa 60 bis 100 Zentimeter von der Wand, und zwar über dem Bereich, in dem Sie sich tatsächlich aufhalten. Senkrecht über die Dusche setzen wir sie nicht, weil sich dort der Dampf am dichtesten sammelt und auf Dauer Tropfen auf der Blende stehen. Wie sich der Dampf sonst im Raum verhält und warum die Lüftung darüber entscheidet, lesen Sie unter Bad lüften.
Feuchte, Strom und Bedienung
Lautsprecherleitungen führen Kleinspannung und keine 230 Volt. Trotzdem gehören in ein Bad nur Modelle, die dafür gebaut sind: Membran aus Polypropylen statt Papier, Korb und Blende aus Kunststoff statt Stahl, Schutzart IP44 im Raum und IP65 in der Nähe der Dusche. Ein gewöhnlicher Wohnzimmerlautsprecher hält im Bad zwar einige Jahre, zeigt an Korb und Blende aber irgendwann Korrosion und Verfärbungen.
Alles, was Netzspannung führt, bleibt draußen. Der Verstärker sitzt außerhalb des Bads, weil dort keine Feuchte an die Elektronik gelangt, weil er ausreichend belüftet ist und weil Sie ihn ohne Fliesenarbeit tauschen können. Das ist deshalb wichtig, weil Unterhaltungselektronik erheblich schneller veraltet als ein Badezimmer: Ihre bodengleiche Dusche nutzen Sie in zwanzig Jahren noch, den Verstärker im Schrank tauschen Sie in derselben Zeit vermutlich zweimal.
Bedient wird über das Telefon. Wir empfehlen dabei Streaming über WLAN statt über Bluetooth, weil Bluetooth durch eine massive Wand schlecht hindurchkommt und abbricht, sobald jemand anruft oder das Handy aus dem Raum trägt. Ein einfacher Taster im Bad für Ein, Aus und Lautstärke ist trotzdem eine sinnvolle Ergänzung, weil nicht jeder im Haushalt vor dem Duschen erst eine App öffnen möchte.
Wann die einfachere Lösung die bessere ist
Wenn Sie gerade nicht bauen, ist die mobile Box fast immer die richtige Antwort. Ein gutes, wasserdichtes Gerät nach IPX7 kostet 80 bis 250 Euro, hält zehn bis zwanzig Stunden mit einer Ladung und wandert mit in die Küche, auf den Balkon oder in den Urlaub. Für Radio, Nachrichten und Podcasts ist der Unterschied zum Festeinbau geringer, als man zunächst annimmt.
Fest einbauen lohnt sich vor allem dann, wenn die Decke ohnehin abgehängt oder die Vorwand ohnehin gebaut wird, denn dann kostet der Ton nur einen Bruchteil dessen, was er als eigene Maßnahme kosten würde. In einer Mietwohnung bleibt die Box ebenfalls die richtige Wahl. Und wenn das Budget begrenzt ist, hat sich eine klare Reihenfolge bewährt: zuerst die Abdichtung, dann die Lüftung, dann das Licht und erst danach die Musik. Was mit dem Licht auf dieser Liste gemeint ist, also die vier Ebenen und die getrennten Kreise dahinter, lesen Sie im Lichtkonzept. Welche Maßnahmen sich einzeln lohnen und welche nur im Zuge einer größeren Badrenovierung, steht unter Bad modernisieren.
Wo die Grenzen liegen
Ein gefliester Raum ist akustisch anspruchsvoll, weil der Schall von allen Seiten zurückgeworfen wird. Sprache klingt dadurch etwas hallig, und auf sechs Quadratmetern entsteht kaum Bass. Für konzentriertes Musikhören ist ein Bad deshalb der falsche Ort, für Radio, Podcast und Morgenmusik reicht die Qualität dagegen sehr gut aus.
Dazu kommen drei nüchterne Punkte. Eine abgehängte Decke kostet Raumhöhe, und in niedrigen Räumen ist das ein spürbarer Verlust. Körperschall überträgt sich über die Rohdecke in die Wohnung darüber, wobei ein geschlossenes Einbaugehäuse das deutlich dämpft, ohne es ganz aufheben zu können. Und weil jede Elektronik im Haus irgendwann in die Jahre kommt, ist der austauschbare Verstärker im Schrank die klügere Bauform als ein schönes Gerät hinter einer Klappe im Fliesenspiegel.
Fehler, die man später hört
Am häufigsten wird an den Ton überhaupt nicht gedacht, bis die Fliesen bereits liegen. Danach folgen die üblichen Punkte: Es wurde nur ein Kabel eingeputzt statt eines Leerrohrs, der Lautsprecher sitzt senkrecht über der Dusche, das Lautsprecherkabel läuft parallel zur Netzleitung und sorgt für ein Brummen im Raum, oder es fehlt das Gehäuse hinter dem Lautsprecher, sodass ein Teil der Musik im Deckenhohlraum verschwindet und beim Nachbarn wieder auftaucht.
Keiner dieser Punkte ist teuer, solange Wand und Decke offen sind, und jeder von ihnen wird aufwendig, sobald verfugt wurde. Deshalb sprechen wir das Thema beim Aufmaß von uns aus an, auch wenn es auf Ihrer Wunschliste zunächst gar nicht auftaucht.
Sprechen Sie uns beim Aufmaß darauf an
Die Wolfermann GmbH ist ein Meisterbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung und gehört zur WRS Gruppe. Der Betrieb sitzt in Kleinmachnow, und Installateur, Elektriker, Trockenbauer und Fliesenleger sind unsere eigenen Leute. Der Kabelweg für den Ton wird deshalb nach demselben Plan gelegt wie die Leitungen und die Lüftung, sodass die Gewerke voneinander wissen und nichts nachträglich geöffnet werden muss.
Beim Aufmaß sehen wir uns die Decke, die geplante Vorwand und den Platz für die Technik an und sagen Ihnen, was in Ihrem Bad möglich ist und was nicht. Das geht vor Ort oder per Videocall, und der Videocall ist dabei oft der schnellere Weg: Sie halten das Telefon einmal an Decke und Wand, wir sehen Raumhöhe und Zuschnitt, und Sie müssen sich dafür keinen Vormittag freihalten. Das Aufmaß kostet nichts, und danach nennen wir Ihnen einen Festpreis.
Sie erreichen uns unter 030 220 569 70, montags bis freitags von 7 bis 16:30 Uhr. Wenn Sie uns dabei sagen, wo Sie wohnen und wie hoch Ihr Bad ungefähr ist, lässt sich das Wesentliche schon am Telefon klären. Falls Ihnen ein Anruf gerade nicht passt, schreiben Sie uns gern über das Anfrageformular auf dieser Seite, wir melden uns bei Ihnen zurück.
