Die Frage, an der jede Badplanung hängen bleibt
Bei jeder Badplanung kommt der Punkt, an dem diese eine Entscheidung ansteht: Wanne raus oder Wanne bleibt. Korrigieren lässt sie sich später kaum, denn ein fertig abgedichteter und gefliester Boden ist nicht zurückzudrehen.
Für uns wäre der Wannentausch ein guter Auftrag, es wäre also leicht, Ihnen in jedem Fall zur Dusche zu raten. Eine Badewanne, die Sie später vermissen, ist allerdings ein teurer Fehler. Wir stellen Ihnen hier deshalb beide Seiten dar, einschließlich der Fälle, in denen wir von einem Umbau abraten.
Zählen Sie vier Wochen lang mit
Die belastbarste Zahl für diese Entscheidung finden Sie selbst heraus, und sie kostet nichts. Machen Sie vier Wochen lang einen Strich in den Kalender, und zwar an jedem Abend, an dem tatsächlich jemand in der Wanne badet.
Danach wissen Sie mehr als nach jedem Beratungsgespräch. Bei null bis zwei Strichen ist die Wanne im Alltag längst eine Duschkabine mit hohem Einstieg und belegt dafür einen Quadratmeter. Bei vier Strichen und mehr hängt jemand im Haushalt wirklich daran, und das ist ein guter Grund, sie zu behalten, den niemand begründen muss. Alles dazwischen spricht für eine der Kombilösungen weiter unten.
Was der Platz vorgibt
Für diese Entscheidung sind Maße hilfreicher als der Geschmack. Eine Standardwanne misst 170 mal 75 Zentimeter, die kurze Variante 150 mal 70. Davor brauchen Sie eine freie Bewegungsfläche von etwa 90 Zentimetern, sonst steigen Sie schräg ein und über die Ecke des Waschtischs.
Eine Dusche wird ab 90 mal 90 Zentimetern nutzbar und ab 100 mal 120 wirklich angenehm. Soll sie bodengleich sein und später auch mit Rollator oder Hilfe funktionieren, plant man nach DIN 18040-2 eine stufenlose Fläche von 120 mal 120 Zentimetern.
Für Berliner Bäder ergibt sich daraus eine grobe Regel:
- Unter sechs Quadratmetern passt in aller Regel nur eines von beidem. Dann gewinnt fast immer die Dusche, weil sie den Raum optisch öffnet. Wie sich der Rest darum herum aufteilt, lesen Sie unter kleines Bad.
- Sechs bis acht Quadratmeter sind eine Frage des Zuschnitts. Wo die Tür aufschlägt, wo das Fenster sitzt und ob eine Schräge im Weg ist, entscheidet mehr als die reine Fläche.
- Ab etwa acht Quadratmetern steht beides nebeneinander, ohne dass es eng wirkt. Das ist im Altbau häufiger möglich, als die Bewohner vermuten; was dort sonst zu beachten ist, lesen Sie unter Bad im Altbau.
Ein Tipp aus der Praxis: Kleben Sie die Maße mit Kreppband auf den vorhandenen Boden, bevor Sie sich entscheiden. In fünf Minuten sehen Sie dann deutlicher als auf jeder Zeichnung, wie viel Platz Ihnen tatsächlich bleibt.
Was die beiden Wege kosten
| Was gemacht wird | Bauzeit | Was das in Berlin meist kostet |
|---|---|---|
| Alte Wanne raus, neue Wanne rein | 2 bis 3 Arbeitstage | 1.800 bis 3.500 Euro |
| Wanne raus, bodengleiche Dusche rein | 3 bis 5 Arbeitstage | 4.500 bis 9.000 Euro |
| Beides nebeneinander, im Zuge eines Komplettbads | 10 bis 15 Arbeitstage | Aufpreis 1.500 bis 3.000 Euro |
Der Weg zur Dusche kostet mehr, weil dabei der Ablauf wandert, der Boden geöffnet und die Abdichtung komplett neu aufgebaut wird. Daran hängt allerdings, ob der Boden in zwanzig Jahren noch dicht ist. Die vollständigen Spannen für das ganze Bad stehen unter Badsanierung Kosten, der Ablauf des Wannentauschs unter Dusche statt Wanne. In beiden Fällen bekommen Sie nach dem Aufmaß einen Festpreis, der Material, Fliesen und Armaturen einschließt.
Bemerkenswert ist die dritte Zeile. Wenn Sie ohnehin ein Komplettbad machen lassen, bekommen Sie beides für einen überschaubaren Aufpreis, weil Abbruch, Leitungen und Fliesenarbeit nur einmal anfallen. Zwei Jahre später einzeln nachgerüstet, kostet dieselbe Wanne ein Vielfaches.
Wenn Kinder im Haus sind
Mit Kindern unter etwa sechs Jahren spricht vieles dafür, die Badewanne zu behalten, auch wenn wir uns damit gegen den eigenen Auftrag entscheiden. Ein Kleinkind wäscht man bequem kniend am Wannenrand und nicht stehend im Sprühnebel, und viele Abende laufen entspannter ab, wenn Wasser noch ein Spiel sein darf.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Diese Phase dauert sechs bis acht Jahre, während ein neues Bad dreißig hält. Und es geht auch ohne: Eine flache, große Duschtasse mit Handbrause an langem Schlauch erfüllt denselben Zweck, wenn der Platz für beides fehlt. Gibt es ein zweites Bad oder ein Gäste-WC im Haushalt, lässt sich die Frage ohnehin entspannter beantworten.
Wiederverkauf und Vermietung
Ein Bad wird über Jahrzehnte genutzt, deshalb lohnt sich ein Blick über den heutigen Bedarf hinaus. Wer irgendwann verkauft oder vermietet, verkauft das Bad mit. Grob nach Wohnungsgröße sortiert sieht die Lage so aus:
Bei einer Zwei- oder Zweieinhalbzimmerwohnung ist die bodengleiche Dusche eher ein Verkaufsargument. Wer so eine Wohnung sucht, badet selten und schätzt den gewonnenen Raum. Bei einer Familienwohnung ab drei Zimmern mit nur einem einzigen Bad kann die fehlende Wanne dagegen Interessenten mit kleinen Kindern abschrecken. Gibt es ein zweites Bad, entfällt dieser Einwand vollständig, und die sauberste Lösung ist dann die Wanne im Nebenbad und die Dusche im Hauptbad.
Beim Vermieten zählt vor allem Robustheit. Große Fliesen, eine feste Glaswand statt Faltelementen und eine Nische in der Vorwand statt Ablagekörben überstehen einen Mieterwechsel deutlich besser als jede Designidee.
Wenn das Bad mitaltern soll
Die bodengleiche Dusche ist der Umbau, den man später am seltensten bereut. Über den Wannenrand zu steigen fällt schon in mittleren Jahren schwerer, sobald die Fliese nass ist. Wenn Sie heute sanieren und die nächsten zwanzig Jahre in der Wohnung bleiben möchten, treffen Sie diese Entscheidung besser jetzt, solange Sie in Ruhe wählen können.
Von Wannen mit Einstiegstür raten wir in den meisten Fällen ab. Sie kosten deutlich mehr als eine normale Wanne, und die Tür lässt sich erst öffnen, wenn das Wasser vollständig abgelaufen ist; Sie warten also sowohl beim Einlassen als auch nach dem Bad im leeren Becken. Für dasselbe Ziel ist die bodengleiche Dusche in aller Regel die bessere Lösung. Was sonst zu einem Bad gehört, das mitgeht, lesen Sie unter barrierefreies Bad. Bei anerkanntem Pflegegrad gibt es Zuschüsse dafür; die Reihenfolge ist dabei entscheidend und steht unter Förderung.
Kombilösungen, wenn beides nicht passt
Zwischen beiden Lösungen gibt es zwei brauchbare Zwischenwege und einen, von dem wir abraten.
Die Raumsparwanne mit verbreitertem Kopfende schafft eine Duschzone von etwa 75 bis 80 Zentimetern Breite. Dazu gehört zwingend eine feste Glaswand und kein Vorhang. Man duscht darin stehend auf einer leicht gewölbten Fläche, das ist ein Kompromiss und kein Ersatz für eine echte Dusche, in einem Bad mit sechs Quadratmetern aber oft die klügste Lösung.
Der zweite Weg ist die kurze Wanne. Mit 150 mal 70 Zentimetern statt 170 mal 75 gewinnen Sie zwanzig Zentimeter, und in vielen Fällen passt daneben genau die Dusche, die vorher nicht passte. Liegen können Sie in einer kurzen Wanne immer noch, nur nicht ausgestreckt.
Abraten möchten wir dagegen von der Duschabtrennung mit Faltelement auf der Standardwanne. Sie ist günstig, wird aber selten richtig dicht, und man steht beim Duschen auf zwei unterschiedlichen Höhen.
Vier Fragen, dann steht die Antwort
- Wie viele Striche standen nach vier Wochen am Kalender?
- Wohnt jemand im Haushalt, der schlecht über eine Kante steigt, heute oder in zehn Jahren?
- Ist das Bad das einzige im Haushalt oder gibt es ein zweites?
- Wollen Sie die Wohnung behalten oder in überschaubarer Zeit verkaufen?
Wenn Ihre Antworten in dieselbe Richtung weisen, ist die Entscheidung klar. Widersprechen sie sich, spricht das für eine der Kombilösungen oder für ein Aufmaß, bei dem sich jemand den Zuschnitt Ihres Bades tatsächlich ansieht, vor Ort oder per Videocall.
Wo wir Ihnen abraten
Wenn Ihre Wanne technisch in Ordnung ist, die Fugen dicht sind, die Abdichtung darunter stimmt und Sie gerne baden, dann lassen Sie das Bad, wie es ist. Ein Umbau, der nur einem Bild aus einer Zeitschrift folgt, lohnt sich nicht. Wenn Sie den Raum trotzdem modernisieren möchten, ist eine Badrenovierung mit neuen Fliesen und Armaturen der günstigere Weg.
Umgekehrt gilt: Wenn der Boden ohnehin aufgemacht werden muss, weil die Leitungen alt sind oder Wasser hinter den Belag läuft, dann entscheiden Sie diese Frage jetzt. Zu diesem Zeitpunkt kostet die Entscheidung nur einen Aufpreis, fünf Jahre später dagegen eine zweite Baustelle.
Wir sehen uns Ihr Bad in Ruhe an
Am Ende hängt die Antwort am Zuschnitt Ihres Raums, an der Höhe unter dem Boden und daran, wie Sie leben. Das klären wir beim Aufmaß, vor Ort oder per Videocall, je nachdem was besser in Ihre Woche passt. Für den Videocall brauchen Sie nur ein Handy und ein Maßband: Sie führen uns einmal durch das Bad, wir sehen den Zuschnitt und sagen Ihnen, worauf es bei Ihnen ankommt, ohne dass jemand dafür einen halben Vormittag freihalten muss.
Die Wolfermann GmbH ist ein Meisterbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung und gehört zur WRS Gruppe. So lange planen wir Bäder im Berliner Bestand, vom Altbau mit Stahlleitungen bis zur Siebzigerjahre-Zeile. Der Betrieb sitzt in Kleinmachnow, Installateur, Fliesenleger, Elektriker und Maler sind unsere eigenen Leute. Wir arbeiten in allen Berliner Bezirken, von Charlottenburg und Wilmersdorf über Steglitz, Schöneberg und Tempelhof bis Mitte, Prenzlauer Berg und Spandau, dazu im Umland in Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow.
Sie erreichen uns unter 030 220 569 70, montags bis freitags von 7 bis 16:30 Uhr. Wenn Sie uns sagen, wo Sie wohnen und wie groß Ihr Bad ungefähr ist, vereinbaren wir einen Termin für das Aufmaß. Falls Ihnen ein Anruf gerade nicht passt, schreiben Sie uns gern über das Anfrageformular auf dieser Seite, wir rufen zurück. Das Aufmaß kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach wissen Sie, was in Ihr Bad passt und was die Badsanierung zum Festpreis kostet, und können in Ruhe entscheiden.
