In der Altstadt und im Kietz sind zwei Dinge anders als im Rest des Bezirks.
Das erste ist der Denkmalschutz. Altstadt und Kietz stehen in der Denkmaldatenbank
Berlin als zwei eigene Ensembles. Zum Ensemble Altstadt Köpenick gehören
Alt-Köpenick, Alter Markt, Böttcherstraße, Freiheit, Grünstraße, Jägerstraße,
Katzengraben, Kietzer Straße, Kirchstraße, Laurenzstraße, Lüdersstraße und
Rosenstraße, dazu Claus-Dieter-Sprink-Weg, Futranplatz, Luisenhain, Schüßlerplatz
und Spindlergasse. Das Ensemble Köpenicker Kietz umfasst Kietz 3 bis 31 sowie
Breite Gasse, Judisgasse, Kaumanns Gasse, Kleine Hege und Wassergasse. Innerhalb
dieser Straßen ist nicht jedes Haus eingetragen, denn die Datenbank führt die
Hausnummern einzeln auf. Schlagen Sie Ihre eigene Nummer dort nach. Steht sie
darin, sollten Sie eines wissen:
Ein Ensemble ist ein Denkmalbereich, und Denkmalbereiche sind nach dem
Denkmalschutzgesetz Berlin den Baudenkmalen gleichgestellt. Nach einem Rundschreiben
des Landesdenkmalamtes reicht der denkmalrechtliche Genehmigungsvorbehalt deshalb
über die sichtbare Gebäudehülle hinaus bis ins Innere eines Gebäudes, das in einem
Denkmalbereich steht. Für Ihr Bad heißt das: Der Weg führt vor dem Angebot über die Behörde,
und das gilt erst recht, sobald an der Fassade etwas sichtbar wird. Ist das Haus
zusätzlich als Einzeldenkmal eingetragen, können einzelne Bauteile im Inneren eigens
geschützt sein, etwa Türen oder eine Stuckdecke. Die verbindliche Auskunft gibt die
Untere Denkmalschutzbehörde im Bezirksamt Treptow-Köpenick.
Das zweite ist die Konstruktion. Unter dem Estrich liegt Holz, und Holz arbeitet. Die
Abdichtung im Verbund muss diese Bewegung aufnehmen, ohne zu reißen, und das Gewicht
zählt anders als über einer Betondecke: Eine gefüllte Wanne mit zwei Personen bringt
schnell 400 Kilogramm auf wenige Quadratmeter. Wo das kritisch wird, rechnen wir es
durch. Was im Altbau sonst dazukommt, steht unter Bad im Altbau.